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Paraguay: eine durchwachsene Halbzeitbilanz der Regierung Lugo : Lugos Wahlsieg: eine politische Zäsur
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PERSPEKTIVE Paraguay: eine durchwachsene Halbzeitbilanz der Regierung Lugo Lugos Wahlsieg: eine politische Zäsur ACHIM WACHENDORFER Mai 2011 n Der Wahlsieg des ehemaligen Weihbischofs Fernando Lugo zum Staatspräsidenten von Paraguay im Jahre 2008 war von enormen Erwartungen begleitet. Drei Jahre später bestimmen Licht und Schatten die Halbzeitbilanz der Regierung. n Der ohne Zweifel wichtigste Erfolg ist die Revision des Abkommens mit Brasilien über das gigantische Stauwerk Itaipú. Dadurch konnte nicht nur ein langjähriger bilateraler Konflikt ausgeräumt, sondern auch die Position Paraguays in der Nutzung dieser Ressourcen gestärkt werden. n Bei der Agrarreform, dem wichtigsten Reformvorhaben der Regierung, hat es dage­gen am politischen Willen gefehlt, sie auch gegen externe Hindernisse und Wider­stände der traditionellen Machteliten offensiv anzugehen. n Der jetzige Präsident wird bei den nächsten Wahlen im April 2013 nicht wieder an­treten können. Ein möglicher Nachfolger mit einem ähnlichen Charisma ist nicht in Sicht. Dennoch dürften selbst bei einem Wahlsieg der Opposition bestimmte Errun­genschaften nicht mehr rückgängig zu machen sein.