Die Zukunft der Atomkraft nach Fukushima- Warum eine „Renaissance der Atomenergie“ ausbleiben wird. Dr. Lutz Mez,Senior Research Fellow, Forschungszentrum für Umweltpolitik der Freien Universität Berlin Zusammenfassung Nach dem Super-GAU in Fukushima steht die internationale Energiepolitik vor einer Zäsur. Die seit Jahrzehnten angekündigte weltweite Renaissance der Atomkraft ist bisher nicht eingetreten, und nach der nuklearen Katastrophe in Japan ist es noch unwahrscheinlicher geworden, dass Atomenergie langfristig eine wichtige Rolle im weltweiten Energiemix spielen wird. Im Gegenteil sind seitdem in einer Reihe von Ländern wie Deutschland, der Schweiz, China und nun selbst in Japan bei den Regierungen mehr oder weniger deutliche Anzeichen des Umdenkens in Richtung einer beschleunigten Energiewende zu erkennen. Vor allem der im einflussreichen EU-Mitgliedsland Deutschland geplante Ausstieg aus der Atomenergie könnte Konsequenzen für ganz Europa haben, wie EU-Energiekommissar Oettinger vermutet: Die Atomkatastrophe in Japan stelle uns vor die Herausforderung, wie „wir in Europa in absehbarer Zeit ohne Kernkraft unseren Strombedarf sichern“ können. Andere Länder wie Russland, die Tschechische Republik oder Frankreich verkündeten hingegen, am Ausbau der Atomenergie festhalten zu wollen. Dies wirft mittelfristig die Frage auf, welche Auswirkungen die Ereignisse in Japan auf die zivile Nutzung von Atomkraft und die zukünftige Energiematrix weltweit haben werden. Da Deutschland als viertgrößte Wirtschaftsnation der Welt wie auch Italien und die Schweiz beschlossen hat, die Atomenergie auszusteigen und ihr zukünftiges Wirtschaftswachstum stärker auf Erneuerbaren Energien aufzubauen, stellt sich auch für andere Staaten unweigerlich die Frage nach der Zukunft der Atomenergie. In diesem Beitrag wird die angebliche internationale Renaissance der Atomenergie vor dem Hintergrund der Ereignisse in Japan neu bewertet. 1
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Die Zukunft der Atomkraft nach Fukushima : warum eine "Renaissance der Atomenergie" ausbleiben wird
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