Dr. Martina Metzger: Globalisierung, Finanzmärkte und Entwicklungsländer Globalisierung, Finanzmärkte und Entwicklungsländer Von Dr. Martina Metzger In diesem Beitrag werden - grundlegende Begriffe zum Thema Globalisierung und Finanzmärkte geklärt(S. 1ff), - die Ursachen und Folgen der Währungs- und Bankenkrisen der 1990er Jahre in den Entwicklungs- und Schwellenländern erläutert(S. 5ff), - die Auswirkungen der jüngsten globalen Finanzkrise auf die Entwicklungs- und Schwellenländer analysiert(S. 14ff), - das Krisenmanagement der Entwicklungs- und Schwellenländer beschrieben(S. 20f). 1. Globalisierung und Finanzmärkte – Einleitende Bemerkungen 1.1. Was ist Globalisierung? Das Lexikon der internationalen Wirtschaftsbeziehungen beschreibt Globalisierung allgemein als„(...) die Zunahme der Intensität und der Reichweite grenzüberschreitender Interaktionsprozesse“ (Plümper 1996: 126). Diese grenzüberschreitenden Interaktionsprozesse sind nicht ausschließlich dem Bereich der Ökonomie zuzuordnen, sondern umfassen Fragen der Migration, der Sicherheit, des Umweltschutzes sowie Kultur und Kommunikation. Dennoch konzentriert sich in vielen Ländern die gesellschaftspolitische Debatte um Ursachen, Formen, Akteure und Folgen der Globalisierung auf ihre wirtschaftspolitischen Aspekte. Im Bereich der Wirtschaftsbeziehungen sind der Anstieg des internationalen Handels mit Gütern und Dienstleistungen und der Zuwachs grenzüberschreitender Kapitalströme in Form von Direktinvestitionen, Portfolioinvestitionen und Krediten von Bedeutung. Dabei geht es nicht nur um den wertmäßigen Anstieg von Handels- und vor allem Kapitalbewegungen, sondern vielmehr um die Internationalisierung von Wirtschaftsprozessen und wirtschaftlichen Entscheidungen von Unternehmen, Banken und Vermögensverwaltungen sowie von Regierungen. www.fes-online-akademie.de 1
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