PERSPEKTIVE Wem gehört die Sahara? Mali zwischen internationalem Terrorismus und organisierter Kriminalität Annette Lohmann August 2011 n Al Qaida im islamischen Maghreb – Al Qaida au Maghreb Islamique(AQMI) – sorgt für Unsicherheit in Nord- und Westafrika. Mit zunehmend verschwimmenden Grenzen zwischen organisierter Kriminalität und Terrorismus hat der Konflikt Ausmaße angenommen, die die Stabilität der Anrainerstaaten – allen voran Malis – bedrohen. Dies untergräbt die malischen sowie die internationalen Entwicklungsbemühungen. n Die Lage in der Zentralsahara verschärft sich weiter: Im Zuge des Bürgerkriegs in Libyen sind Waffen in die Hände von AQMI gelangt. Diese Aufrüstung führt zu einer Verschärfung der Sicherheitslage in der Region. n Die neue Strategie des malischen Präsidenten, die wirtschaftliche, soziale und politische Entwicklung der Nordregionen zu beschleunigen, ist eine hoffnungsvolle Reaktion, zumal AQMI nicht rein militärisch bekämpft werden kann. Armut, Arbeitslosigkeit gerade bei Jugendlichen und wirtschaftliche Unterentwicklung bieten einen Nährboden für fundamentalistisches Gedankengut. n Trotz einer beeindruckenden demokratischen Entwicklung steht die Konsolidierung der malischen Demokratie weiter aus. Nur eine starke Demokratie wird sich erfolgreich gegen die Bedrohung durch den Terrorismus und organisierte Kriminalität wehren können. Dies bedeutet auch die Stärkung der demokratischen Institutionen und die demokratische Kontrolle des Sicherheitssektors. n Nationale Ansätze alleine können diesen Herausforderungen nicht gerecht werden, nur eine regionale Kooperation, die sich über Nord- und Westafrika erstreckt, wird einen langfristigen und nachhaltigen Frieden in der Sahara erreichen können. Dafür müssen regionale sicherheitspolitische Strategien, Strukturen und Instrumente unterstützt bzw. wo erforderlich, aufgebaut werden.
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Wem gehört die Sahara? : Mali zwischen internationalem Terrorismus und organisierter Kriminalität
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