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Guatemala vor den Wahlen 2011 : eine Scheidung, viele Versprechen und am Ende siegt der General
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PERSPEKTIVE Guatemala vor den Wahlen 2011 Eine Scheidung, viele Versprechen und am Ende siegt der General Valeska Hesse September 2011 n Mit der Entscheidung des Verfassungsgerichts, Sandra Torres, die Präsidentschafts­kandidatin der Regierungspartei Unidad Nacional de la Esperanza(UNE) und ge­schiedene Ehefrau des aktuellen Präsidenten, nicht als Kandidatin zuzulassen, hat der Wahlkampf eine unerwartete Wendung genommen. n Der Kandidat der ultrakonservativen Partei Partido Patriota(PP), der ehemalige Mi­litär Otto Pérez Molina, liegt in den Umfragen zwar weiterhin vorne, erfährt aber immer mehr Konkurrenz durch den Rechtspopulisten Manuel Baldizón von der Partei Libertad Democrática Renovada(Líder), der die Stimmen der UNE auffangen könnte. n Der aktuelle Wahlkampf hat wieder die Dringlichkeit einer Reform der Parteien- und Wahlgesetzgebung vor Augen geführt, insbesondere in Bezug auf die private Par­teienfinanzierung, die angesichts weitverbreiteter Verflechtungen zwischen Politik, mächtigen Wirtschaftsverbänden und organisierter Kriminalität besonders proble­matisch ist. n Sowohl der Oberste Wahlgerichtshof als auch das Verfassungsgericht gehen ge­stärkt aus dem Prozess hervor, was angesichts der vorherrschenden Schwäche der Institutionen zu begrüßen ist.