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Zehn Jahre "Riester-Rente" : eine ernüchternde Rentabilitätsanalyse
Entstehung
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September 2011 Analysen und Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik direkt Zehn JahreRiester-Rente eine ernüchternde Rentabilitätsanalyse 1 Axel Kleinlein 2 Auf einen Blick Vor zehn Jahren wurde in Deutschland die staatlich geförderte private Altersvorsorge eingeführt, die seither alsRiester-Rente bekannt ist. Mit Blick auf den demographi­schen Wandel und in Erwartung sinkender gesetzlicher Renten sollte sie auch künftig den lohnabhängig Beschäftigten einen angemesse­nen Lebensstandard im Alter ermöglichen. Während jedoch Problemen ihrer Transparenz und Zielgenauigkeit viel Aufmerksamkeit geschenkt wurde, hat die Rentabilität der Riester-Produkte bislang kaum eine Rolle gespielt. Dabei ist sie aufgrund regulatorischer Änderungen der letzten Jahre erheblich unter Druck geraten, wie eine Studie im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung zeigt. Nach zehn JahrenRiester-Rente ist es an der Zeit zu prüfen, ob sich das Konzept der Riester-Rente bewährt hat. Dabei gilt es die Änderungen zu be­trachten, die für die Riester-Renten erfolgten. Haben die neuen Regularien wie zum Beispiel die Einfüh­rung desUnisex-Tarifs, nach dem das Geschlecht keinen Unterschied in den Vertragsbedingungen machen darf, zu einer höheren Effizienz beigetra­gen? Können die Sparer durch die Entwicklungen der letzten zehn Jahre auf höhere Renten hoffen? Bieten die neuen Produkte eine günstigere Mög­lichkeit der Ausfinanzierung derRente ab 85? Diesen und auch anderen Fragen geht eine Studie im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung nach. Im Fol­genden werden einige grundlegende Ergebnisse vorgestellt. Vorab die Antworten auf die anfänglich gestellten Fragen: nein, nein und nein. Das Ergebnis ist ernüchternd. Nach zehn JahrenRiester-Rente ist die grundlegende Idee einer effizienten, staatlich geförderten zusätzlichen privaten Altersvorsorge erschüttert. Änderungen der Rahmenbedingungen bei der Riester-Rente DieRiester-Rente, wie sie vor zehn Jahren neben gesetzlicher Rente und betrieblicher Altersversor­gung als dritte Säule der Altersvorsorgeum auch im Alter den gewohnten Lebensstandard aufrecht-