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Die historische Entspannungspolitik und der russische Angriff auf die Ukraine
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FEShistory Impuls # 1 Die historische Ent­spannungs­politik und der russische Angriff auf die Ukraine Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine wird in Deutschland über die jüngere sozialdemokratische Geschichte gestritten. Kritisiert wird die große Nähe einzelner SPD-Politiker:innen zu Putin sowie generell die Russlandpolitik(nicht nur) der SPD seit den späten 1990er-Jahren. Die Wirtschaftsbeziehungen und politi­schen Kontakte zu Russland unter Putin werden häufig gleichgesetzt mit der historischen Entspannungspoli­tik Willy Brandts und Egon Bahrs. Es wird behauptet, nicht nur die Russlandpolitik der vergangenen 30 Jahre, sondern bereits die Entspannungspolitik vor 1989 sei über die Interessen der anderen osteuropäischen Länder hinweggegangen. Die deutsche(und sozialdemokra­tische) Russlandpolitik nach 1991 steht jedoch nicht in der Tradition der historischen Entspannungspolitik. Die Unterschiede werden in diesem Beitrag diskutiert. Eine Bedingung der Politik Brandts und Bahrs waren zwei sich feindlich gegen­überstehende Blöcke und das paral­lel vorhandene Potenzial globaler Ver­nichtung: Die Entspannungspolitik war die Kehrseite des Atomkriegs. Willy Brandt und die SPD nutzten den Spiel­raum, den ihnen die Supermächte gaben. Dieser war vorhanden, da die atomare Hoch­rüstung dermaßen viele Ressourcen verschlang, dass die USA und die UdSSR beide an Abrüstung inte­ressiert waren. Nicht die Suche nach Frieden war Ausgangspunkt der Entspannungs­politik. Im Zentrum standen Er­leichterungen für die Menschen im an­deren Teil Deutschlands und in einer langen Perspektive die deutsche Einheit.