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Andreas Kuhlmann : bis zum 15. Juni 2023 Vorsitzender der Geschäftsführung, Deutsche Energie-Agentur
(dena)
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MITGLIEDER IM DIALOG Andreas Kuhlmann Bis zum 15. Juni 2023 Vorsitzender der Geschäftsführung, Deutsche Energie-Agentur(dena) MANAGERKREIS DER FRIEDRICH-EBERT-STIFTUNG Acht Jahre bei der dena bringen eine breite Bandbreite an Erfahrungen zur integrierten Energiewende, Klimaschutz, Start-ups und Innovationen mit sich. Jetzt möchte Andreas Kuhlmann stärker an die konkreten Projekte heran. Du bist seit 2015 Chef der Deutschen Energie-Agentur (dena) und scheidest in Kürze dort aus. Der Vorstands­vorsitz der dena ist ein sehr begehrter, renommierter Job und gerade jetzt in einer entscheidenden Pha­se der Energiewende besonders verantwortungsvoll. Warum hast du dich gegen eine Fortsetzung dieser Tätigkeit entschieden? Du beginnst mit einer schwierigen Frage. Acht Jahre dena waren super und haben Riesenspaß gemacht. Wir haben auch eine Menge bewegt. Irgendwann muss man schauen, ob es noch zusammenpasst, ob die Ideen, die man nach vor­ne hat kompatibel sind mit den Ideen derjenigen, für die man letztendlich arbeitet, und welche Rolle man dabei ein­nehmen kann. So kam einiges zusammen. Ich schaue jetzt tatsächlich mit großer Freude nach vorne. Wichtig ist mir aber: Den Themen bleibe ich erhalten. Welches Projekt aus deiner dena-Zeit betrachtest du als besonders gelungen? Ich bin recht stolz auf die beiden Leitstudien, die wir gemacht haben, sowohl die dena-LeitstudieIntegrierte Energie­wende 2018 als auchAufbruch Klimaneutralität 2021. Eine Besonderheit war aber auch der Aufbau eines enorm großen Start-up-Netzwerks. Ich erinnere mich, dass wir mit wenigen Personen die ersten Ideen auf Pappkartons disku­tiert haben. Wir haben das dann als Team toll entwickelt, und ich bin wirklich sehr glücklich über das, was wir gemein­sam erreicht haben. Ich habe dabei auch sehr viel gelernt. Viele andere auch. Nach innen gab es auch wichtige Projekte. Es erfüllt mich mit Freude, dass die dena einGreat Place to Work gewor­den ist. Wir haben einen guten Strategieprozess realisiert, wir haben die Mitarbeitenden gestärkt und uns neu sortiert. Auch darauf bin ich ein bisschen stolz. Mit Recht. Du hast einen interessanten und vielseiti­gen beruflichen Weg hinter dir. Vor der dena warst du Mitarbeiter im Europaparlament, im Bundestag, im Arbeitsministerium, in der deutschen Botschaft in Stockholm, um nur einige Stationen zu nennen. Ich gehe davon aus, dass es für dich auch die Möglichkeit gegeben hätte, selbst in die Politik zu gehen. War das jemals eine Option für dich? Gute Frage. Man ist ja immer gewissermaßen in den Struktu­ren gefangen. Ich war lange auf der Arbeitsebene tätig und war zeitlich sehr eingebunden. Ich habe meine Tätigkeiten auch als sehr erfüllend empfunden. Irgendwann kam der Weg durch die Strukturen nicht mehr in Frage. Aber natür­lich habe ich die Politik und auch die Partei im Blut. Austausch gibt es auch eine Menge. Mal sehen, ich bin ja noch jung;-). Demokratie ist kein Schaukelstuhl, auf dem man sich ausru­hen kann, hat Franz Müntefering immer gesagt. Mitmachen kann man an vielen Stellen. Muss man auch. Will ich auch. Du bist seit 2010, also schon lange Mitglied im Mana­gerkreis und das engagiert und hochgeschätzt. Wie siehst du diese Zeit im Rückblick, vielleicht auch in Be­zug auf Veränderungen und dein eigenes Mitwirken? Ich schätze sehr, was du und dein Team in den letzten Jah­ren bewerkstelligt habt. Ich denke, es ist kein Geheimnis, dass der Managerkreis eine Zeitlang nach einer Fokussie­rung gesucht hatte. Die Themenfindung ist meiner Meinung nach gelungen, und auch der Austausch mit den mittelbar Politikbetreibenden ist noch besser geworden. Es gibt viele Foto: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)