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Wie Bürgermeister_innen Facebook nutzen : eine qualitative Analyse der Facebook-Profile baden-württembergischer Bürgermeister_innen
Entstehung
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1 Einleitung Soziale Medien bieten gerade lokalen Politiker_innen Möglichkeiten, ihre Arbeit, Erfolge und Projekte zu kommunizieren. Während dieklassische Kommunikation über die lokale Presse voraussetzt, dass sich die Journalisten_innen überhaupt für bestimmte Themen in­teressieren, erlauben die sozialen Medien einen unmittelbaren Kontakt mit der Öffentlich­keit bzw. Bürgerinnen und Bürgern. Im Rahmen der vorangegangenen Studie zur Nutzung sozialer Medien wurde erstmals systematisch untersucht, wie stark diese Möglichkeit auch in der Kommunikationspraxis baden-württembergischer Bürgermeister_innen genutzt wird. 1 Deutlich wurde hierbei zunächst, dass die sozialen Medien nicht nur in der Bundes- und Landespolitik, sondern auch kommunal eine wichtige Rolle als Kommunikationskanal spie­len. Eine deutliche Mehrheit der Bürgermeister_innen nutzt die sozialen Medien in ihrem Amt. Auffällig ist die starke Konzentration auf die Plattform Facebook, die im direkten Ver­gleich mit anderen sozialen Medien signifikant häufiger verwendet wird. Erklärt werden kann diese Präferenz sowohl durch die technischen Eigenschaften von Facebook als auch durch das Bewusstsein für eine zielgruppenspezifische Kommunikation. Facebook bietet die Möglichkeit, Inhalte in allen gängigen Formaten(z. B. Text, Bild, Ton und Video) zu teilen, und sich mit Interessierten auszutauschen. Aufgrund der vergleichsweise langen Existenz der Plattform dürften die meisten Bürgermeister_innen das nötige Wissen mitbrin­gen, um Facebook sinnvoll zu nutzen und ggf. den Account selbst zu bespielen. Gleichzeitig ist auf dieser Plattform ein Großteil der relevanten(und nicht zuletzt wählen­den) Zielgruppen aktiv. Zwar ist Facebook zunehmend nicht mehr die erste Wahl, wenn es um die Ansprache jüngerer Wähler_innen geht, dafür sind hier jedoch alle übrigen Alters­gruppen vertreten. 2 In Anbetracht dessen, dass auch Bürgermeister_innen nur über ein beschränktes zeitliches Kommunikationsbudget verfügen, ist eine Konzentration auf ein Medium bzw. wenige soziale Medien durchaus sinnvoll. Auf einer Plattform präsent zu sein ist jedoch nur die Grundvoraussetzung erfolgreicher Kommunikation über die sozialen Me­dien. Entscheidend ist vielmehr, dass die jeweiligen Plattformen auch sinnvoll bespielt wer­den. Dafür braucht es zunächst Inhalte, die für die Abonnent_innen relevant und interessant sind. Diese Einschätzung sollte für Bürgermeister_innen keine große Herausforderung darstel­len. Sie wissen, welche lokale Themen Bürgerinnen und Bürger beschäftigen. 1 Vgl. Bauschke(2021) 2 Vgl. Baisch& Schäfer(2020) 4