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Arbeit 4.0: Mitgestaltung fördern! : Erkenntnisse aus Forschung und Praxis in NRW
Entstehung
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November 2019 Impulspapier des Landesbüros NRW der Friedrich-Ebert-Stiftung Saskia Freye, Anemari Karačić Arbeit 4.0: Mitgestaltung fördern! Erkenntnisse aus Forschung und Praxis in NRW I. Digitalisierung gestalten: Klar, aber wer gestaltet was? Digitalisierung muss gestaltet werden und wird gestaltet. In der öffentlichen und fachlichen Debatte ist diese Aussage mittlerweile unstrittig. Die Entwicklung, der Einsatz und die Integration digitaler Technologien, Prozesse, Programme und Endgeräte: All dies setzt eine Vielzahl menschlicher Entschei­dungen voraus. Und diese Entscheidungen prägen zugleich die weitere Entwicklung technischer Innovationen und ihrer Nutzung. Digitalisierung wird also unumgänglich gestaltet. Die entscheidende Frage bleibt allerdings, mit welcher Ziel­setzung die Gestaltung stattfindet und wer an ihr beteiligt wird. Dr. Saskia Freye ist Projektleiterin für das Netzwerk Arbeitsforschung NRW am For­schungsinstitut für gesellschaftliche Weiterentwicklung(FGW) in Düsseldorf. Anemari Karačić ist am FGW als wissenschaftliche Referentin für den Themenbereich Digitalisierung von Arbeit Indus­trie 4.0 zuständig und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen. In der gesellschaftlichen Auseinandersetzung wird beim The­ma Digitalisierung gern der Mensch ins Zentrum gerückt und dabei alsDirigent der Technik(acatech 2016, S. 64) dar­gestellt. Die faktische Schwerpunktsetzung wird jedoch in großen Teilen der Gesellschaft anders erlebt. Dies zeigt eine jüngst von der Friedrich-Ebert-Stiftung(FES) veröffentlichte Studie: Nicht einmal jede_r Fünfte der bundesweit befragten Bürger_innen Deutschlands sieht die Bedürfnisse der Men­schen tatsächlich(eher) im Mittelpunkt digitaler Technologie­entwicklung. Auch mit Blick auf die Gestalter_innen der Digi­talisierung arbeitet die Studie ein Missverhältnis zwischen zugeschriebener Zuständigkeit und tatsächlichem Einfluss heraus: Sowohl in der bundesweiten Umfrage als auch in der NRW-spezifischen Auswertung erteilt ein großer Teil der Be­fragten insbesondere der Politik den gesellschaftlichen Auf­trag zur Gestaltung der Digitalisierung, nimmt diese bislang aber kaum als gestaltend wahr(vgl. Karačić 2019; Kirchner 2019). In den öffentlichen Debatten um eine voranschreitende Digi­talisierung kommt es aktuell in allen gesellschaftlichen Berei­chen zur Renaissance alter Themen. Vor dem Hintergrund der mit dem technologischen Wandel verknüpften Entwick­lungen werden Fragen nach Demokratisierung, Teilhabe und sozialer Ungleichheit wieder diskutiert. Mit Nachdruck stellen sich diese Fragen auch für die Arbeits­welt: Welche Chancen und Risiken bietet die Digitalisierung für Beschäftigte? Wird Digitalisierung eher als Rationalisie­Landesbüro NRW