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Von der Reaktion zur Aktion : Diskursstrategien gegen Rechtspopulismus
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Dezember| 2018 Expertisen für Demokratie Von der Reaktion zur Aktion: Diskursstrategien gegen Rechtspopulismus Johannes Hillje INHALT So funktioniert die rechtspopulistische Propaganda 1. DasFraming als Machtfaktor 2. Die Provokation als Nachrichtenwert 3. Der Rechtspopulismus als Medium 4. Das Parlament als Bühne 5. Die Echokammer als Zielgruppe Das können progressive Kräfte dagegen tun 1. Abgrenzen statt Ausgrenzen 2. Haltung statt Reflexe 3. Themen setzen und framen 4. Information vor Desinformation 5. Digitalen Raum zurückerobern Dieser Text basiert auf dem BuchPropaganda 4.0 von Johannes Hillje, welches 2018 in zweiter Auflage im Dietz-Verlag erschienen ist. Für den Aufstieg rechtspopulistischer Kräfte in westlichen Demokratien gibt es Ursachen und Instru­mente , die zu ihrem Erstarken geführt haben. Der gesellschaftliche Kontext, wie etwa Wirtschafts­und Währungskrisen, Migrationsbewegungen oder soziale Ungleichheit, ist eine notwendige, aber noch keine hinreichende Bedingung für den Auf­wind des Rechtspopulismus. Erst durch ihr strate­gisches Agieren in öffentlichen Debatten gelingt es ihnen, Diskurse zu verschieben und in der Folge Politik zu verändern. Nicht mittels Mehrheiten in Parlamenten, sondern mit Hoheit über die Debatte. Populist_innen kommunizieren und inszenieren auf eine Weise, die perfekt mit medialen Auswahl­und Darstellungslogiken korrespondiert. Dabei brechen sie bewusst demokratische Konventionen und leben von der permanenten Beschwörung ihrer Feindbilder. Populist_innen sind zu Spitzen­verdienern der Aufmerksamkeitsökonomie gewor­den. Das heißt, ihnen gelingt es am erfolgreichs­ten, mitunter völlig überproportional zu ihrer politisch-institutionellen Bedeutung, das knappe Gut der Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit an sich zu reißen. Die dahinterliegende Strategie beruht im Wesent­lichen auf vier Merkmalen: Die Delegitimierung der klassischen Medien, die Schaffung digitaler Alternativmedien, die Bildung einer kollektiven Identität mit Hilfe dieser eigenen Kanäle(Wir Forum Berlin Impressum| Herausgegeben von Franziska Schröter, Friedrich-Ebert-Stiftung, FORUM BERLIN| Text: Johannes Hillje| Lektorat: Franziska Schröter|© Friedrich-Ebert-Stiftung 2018| Hiroshimastraße 17| 10785 Berlin| Gestaltung: Pellens Kommunikationsdesign GmbH| Fotos: dpa Picture Alliance; alexsl/iStockphoto.com; Sattalat phukkum, Ian Davidson Photography/Shutterstock.com; Johannes Hillje| ISBN 978-3-96250-276-8| www.fes-gegen-rechtsextremismus.de| FES GEGEN RECHTS EXTREMISMUS