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FinTechs - Marktwirkungen und Regulierungsbedarf
Entstehung
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D E Z 2018 MANAGERKREIS DER FRIEDRICH-EBERT-STIFTUNG FinTechs Marktwirkungen und Regulierungsbedarf Karl-Peter Schackmann-Fallis, Mirko Weiß FinTechs und Digitalisierung im Finanzmarkt Unter dem BegriffFinTechs werden typischerweise Start­ups verstanden, die neu am Markt sind, stark technologieaf­fine Kund_innen ansprechen und deren Produkte neuartige IT-Verfahren oder Algorithmen verwenden. Hierbei nehmen die FinTechs in der Regel die Rolle eines sehr spezialisier­ten Intermediärs ein, der sich jeweils auf eine kleine Nische fokussiert. FinTech-Unternehmen selbst besitzen zumeist keine Erlaubnis im Sinne des§32 des Gesetzes über das Kreditwesen(KWG) zum Betreiben von Bankgeschäften oder zum Erbringen von Finanzdienstleistungen. Sie umgehen in den meisten Fällen die erforderliche aufsichtsrechtliche Zulassung, indem sie als Aus­lagerungsunternehmen lizenzierter(häufig sogenannte White­Label-)Institute agieren. In einigen Fällen haben FinTechs auch eine eigenständige behördliche Erlaubnis zum Betreiben von Bankgeschäften oder Finanzdienstleistungen(beispielsweise Bitbond, N26 oder Solarisbank). Eine starke Orientierung an den Kundenbedürfnissen und die konsequente Anwendung neuartiger Technologien wird in der öffentlichen Diskussion häufig exklusiv FinTechs zuge­schrieben, ist indes bestehenden Akteuren nicht fremd. Nicht zu gering geschätzt werden darf, dass die bestehende Kredit­wirtschaft bereits heute finanzwirtschaftliche Innovationen mit großer Breitenwirkung entwickelt und betreibt. Das gilt insbe­sondere für die Bereiche Online- und Mobile-Banking sowie den Zahlungsverkehr. Die bestehenden Marktakteure auf den Bank- und Finanz­märkten müssen sich dem Wettbewerb der Ideen mit den FinTechs stellen und FinTech-Lösungen gegenüber öffnen. So erreicht der Gesamtmarkt eine technologisch-innovative Durchdringung. Insgesamt ist davon auszugehen, dass Pro­dukt- und Verfahrensentwicklungen von FinTechs die vor­handenen Bankgeschäfte und Finanzdienstleistungen nur ergänzen, nicht aber ersetzen werden. Eine einseitige Förde­rung insbesondere von Vermittlungsplattformen und Crowd­funding wäre aus Sicht des Anlegerschutzes und der Finanz­marktstabilität nicht sachgerecht. Geschäftsstrategien von FinTechs FinTechs besetzen isolierte Geschäftsfelder und bieten, an­ders als etablierte Marktakteure, selten alle banktypischen Leistungen an. Sie konzentrieren sich auf Teilbereiche(soge­nannteunbundling of banks) und beziehen Einzelleistun­gen wie Anlageberatung oder Versicherungsvermittlung über Schnittstellen von Drittanbietern ein. Fünf Geschäftsfelder werden dabei vornehmlich von FinTechs besetzt: Im BereichZahlungsverkehr prägen vor allem Instant Payment-Lösungen, mobile Bezahlsysteme, Kontoinformationssysteme und Börsen zum Tausch von Kryptowährungen den Markt. Im Feld derCrowd-Dienste versuchen FinTechs her­kömmliche Finanzierungsformen, insbesondere den