Rezension 
[Rezension von: Handbuch zur europäischen Sicherheit / Franz Kernic, Gunther Hauser (Hrsg.), 2006]
Entstehung
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Debatten zu führen, er zieht sich mit dem un -Generalsekretär und mit unabhän­gigen Experten zu Klausuren außerhalb der uno zurück und unternimmt Reisen in Konfliktgebiete. Seine Mitglieder treffen sich regelmäßig mit Truppensteller­staaten, ngo s und unabhängigen Experten, um Mandate für Friedensmissionen oder Resolutionen vorzubereiten. Die Nichtmitgliedstaaten des Rats werden über die monatlichen Arbeitsprogramme und über Resolutionsentwürfe des Rats in­formiert, die Presse wird über die nicht-öffentlichen informellen Sitzungen des Rats durch den Ratspräsidenten zusammenfassend informiert(S. 664). Lucks Beitrag macht ebenso wie die übrigen Beiträge des un -Handbuchs deut­lich, dass viele Politiker und Wissenschaftler, die Strukturreformen der uno for­dern, übersehen, dass Reformen, die Charta-Änderungen erfordern, in der Ge­schichte der uno die absolute Ausnahme gebildet haben. Auf absehbare Zeit sind wegen der großen Interessenunterschiede unter den Mitgliedstaaten und der Zu­rückhaltung der ständigen Ratsmitglieder keine weiteren Charta-Änderungen zu erwarten. Außerdem wird zu wenig zur Kenntnis genommen, welche informellen Reformen in der alltäglichen Praxis der uno für eine Anpassung an neue politische Konstellationen sorgen. Das Buch von Weiss und Daws hilft dem Leser, sich einen Überblick über die vielfältigen Aufgaben, welche die Vereinten Nationen erfüllen, zu verschaffen und einen Einblick zu gewinnen in das komplexe Geschehen, mit dem die uno unter oft schwierigsten Arbeitsbedingungen eine konsensfähige und nachhaltige Lösung für die globalen Probleme findet. Helmut Volger, Falkensee FRANZ KERNIC/ GUNTHER HAUSER(Hrsg.): Handbuch zur europäischen Sicherheit 2. Aufl., Frankfurt a. M., Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien 2006 Peter Lang Verlag, 311 S. D er Anspruch, den die beiden Herausgeber im Hauptamt wissenschaftliche Mitarbeiter an der Landesverteidigungsakademie in Wien mit der Publika­tion des vorliegenden Bandes verbinden, ist kein geringerer als eine umfassende und transdisziplinäre Analyse der europäischen Sicherheits- und Verteidigungs­struktur vorzulegen(S. 10). Ausgehend von einem»umfassenden Sicherheitsbe­griff« werden daher völkerrechtliche, politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche und militärische Aspekte der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik( gasp ) der Europäischen Union betrachtet. Im Zentrum der Analyse stehen die radikalen Veränderungen in der europäischen Sicherheit seit dem Ende des Kalten Krieges. Weitere Schwerpunkte bilden unter anderem die theoretischen Rahmenbedingun­142 Rezensionen/Book Reviews ipg 1/2008