durch das dann konkrete Freiheitsrechte mit differierenden Instrumenten möglichst weitgehend umgesetzt werden können.«(S. 106) Hieran schließt nun die empirische Ebene der Betrachtung verschiedener Ländermodelle an. Die usa , Großbritannien, Deutschland, Japan und Schweden werden hier in ihren politischen und wohlfahrtsstaatlichen Grundzügen dem Denkmodell einer Sozialen Demokratie unterzogen, um ihren Realisierungsgrad der Freiheitsrechte zu überprüfen. Die Pole nehmen hierbei die usa als»in ihren Grundzügen nahezu libertäres Land« sowie Schweden als»hoch-inklusive Soziale Demokratie« ein. Deutschland wird eine mittlere Stellung als»mittel-inklusive Soziale Demokratie« zugewiesen. Zusammenfassend ist festzustellen, dass den Autoren ihr nicht leichtes Unterfangen, eine pointierte Abhandlung der theoretischen Grundlagen einer Sozialen Demokratie in Form eines Lehrbuches für eine zutiefst heterogene Zielgruppe zu verfassen, gelungen ist. Der Band besticht dabei insbesondere durch die anwendungsorientierte Aufarbeitung der Inhalte. Ein transparenter Umgang mit der Literaturgrundlage, eine umfassende Bibliographie, zahlreiche Schaubilder, ausgewiesene Zwischenschritte, biographische Notizen zu den einzelnen Theoretikern und insbesondere praxisnahe programmatische Beispielkontroversen aus gegenwärtigen Diskursen bieten sowohl zur Begleitung der Seminare der asd als auch unabhängig von diesen eine erste Richtschnur politischen Denkens und Handelns. Michael Reschke, Universität Kassel DREW WESTEN: The Political Brain. The Role of Emotion in Deciding the Fate of the Nation New York 2008 Public Affairs, 496 S. A merika hat gewählt und der demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama gewonnen. Warum? Barack Obama verstand es während seines Wahlkampfs, die Menschen zu mobilisieren, ihrem Wunsch nach Veränderung zu begegnen, ihnen eine Vision zu geben; seine starke Persönlichkeit, seine rednerischen Fähigkeiten und seine moralische Tiefe haben in den letzten Monaten nicht nur die amerikanischen Wähler begeistert. Gleichzeitig haben acht Jahre BushRegierung mit ihrer oft unpopulären Politik tiefe Spuren hinterlassen und den Weg für einen demokratischen Sieg geebnet. Welche Faktoren sind es also, die über den Ausgang einer Wahl entscheiden? Dieser Frage hat sich der amerikanische Psychologie-Professor Drew Westen auf ungewöhnliche Weise angenom166 Rezensionen/Book Reviews ipg 2/2009
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