Rezension 
[Rezension von: Demanding democracy / Marc Stears, 2010]
Entstehung
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domain of conflict resolution. Nalbandov provides a solid theoretical foundation for his analysis of foreign interventions in ethnic conflicts. He also provides a rough framework for measuring whether such unilateral and multilateral inter­ventions have been successful or not. However, while Nalbandovs methods certainly provide an important and interesting alternative viewpoint, it seems doubtful that his conclusions are solid enough to serve as a guide to predicting the outcomes of such complex circumstances. Alexander Boettcher, Jena MARC STEARS: Demanding Democracy. American Radicals in Search of a New Politics Princeton/ nj 2010 Princeton University Press, 256 S. M arc Stears spannendes, kluges und engagiertes Buch»Demanding Demo­cracy« beschäftigt sich mit einem zentralen Problem jeder progressiv-eman­zipatorischen Politik: der Umsetzung demokratischer Ideale in einer nicht-idea­len Welt. Dabei geht es um das immer wieder neu auszutarierende Verhältnis von Gesellschaftsanalyse und politischen Zielvorstellungen sowie den Mitteln ihrer Durchsetzung. Radikale Demokraten sahen sich immer wieder mit einem Bündel von Fragen konfrontiert, deren Beantwortung nach wie vor eine wesentliche He­rausforderung darstellt: Wie soll die ideale Demokratie aussehen? Wo und wie weicht die Gegenwart von diesem Ideal ab? Wie muss man agieren, um dem Ideal näher zu kommen? Stears identifiziert mit Blick auf die us -amerikanische Ge­schichte des 20. Jahrhunderts eine»radical tradition«, die sich aus dem»Progres­sive Movement« der Jahrhundertwende, den gewerkschaftlichen Kämpfen um industrielle Demokratie in der Zwischenkriegszeit, dem neuen Liberalismus der fünfziger, der Bürgerrechtsbewegung der sechziger sowie der Neuen Linken der siebziger Jahre zusammensetzt. Das»Progressive Movement«, dem sich Marc Stears bereits früher in einer lesenswerten Studie(Progressives, Pluralists, and the Problems of the State. Ideo­logies of Reform in the United States and Britain, 1906–1926, Oxford University Press 2006) gewidmet hat, setzte mit einer Kritik der kaum zu durchdringenden oligarchischen Parteimaschinerie, der wenig transparenten lokalen Exekutivkör­perschaften und der schwachen Rolle der Zentralregierung ein. Diese seien, so argumentierten wichtige Vertreter wie Herbert Croly, Walter Lippman oder Wal­ter Weyl, für eine andere Zeit gemacht worden und gegenwärtigen Realitäten nicht mehr angemessen. Es bedürfe daher einer grundlegenden Reform einer Demokratie für die urbanisierte und industrialisierte Gesellschaft des 20. Jahr­168 Rezensionen/Book Reviews ipg 3/2010