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Noch auf ein Anderes nuse hier nachdrücklich hingewiesen werden:Die Partei braucht frisches, junges Blut. Es war bereits der Fluchder Vornazizeit, dass der Nachwuchs in der Partei viel zu geringwar und die Jugend ihr in bedenklichem Masse fehlte. Houte Jedochist sie zu dauernden Biech tum verurteilt, wenn ihr die Jugendnoch weiterhin fernbleibt. Die Partei braucht die Jugend, siebedarf ihrer frischen Jupul se, ihrer Tatkraft, ihrer Unbeschwertheit und ihrer Gläubigkeit. Schon allein an der Jugend will onmüssen wir, von allem Andorn einmal abgesehen, die alten ausgetretenen Predo verlassen und Noul and suchen, und das warden wirwiederum nur finden mit ihrer Hilfe. Die Menschen höheren Altersmögen noch so weise und noch so lebenskundig sein, aber wirklichschop ferisch sind sie nur noch in Ausnahmefälle, Die geval ti-gen Aufgaben, die vor der neuen Sozial demokratie stehen werden,verlangen jedoch wahrhaft schöpferische Fähigkeiten und eineunverbrauchte geistige und seelische Bereitschaft.
Argh. 418 Frauen braucht die Partei, die Mutter der neuen Generach selbst habe es erfahren, was eine Frau dem Wanne bedenten kann. Die Herzensbildung meiner Frau und ihr starkes de-mütal eben, dazu ihre Klugheit und ihre Entschlusskraft, habenmir während der ganzen Dauer meiner The unschl tzbar genützt. Virbrauchen die Frauen aber auch in der unmittelbaren politischenArbeit, wo die besonderen weiblichen Eigenschaften uns wertvolleDienste leisten können, insbesondere brauchen wir sie für diesozial en Aufgaben, die an Umfang und Bedeu tung noch geval tigwachsen werden. Jn der Politik kann das weibliche Herz nicht號entbehrt werden.*
Bisher verguss ich zu sagen, dass auch unsere Stellung zu Roli-gion und Kirche revidiert werden muss. Sie war historisch begreiflich und politisch jahrzehntelang gerechtfertigt, ist aberheu te gleichfalls nicht mehr haltbar. Wir müssen ein friedlichesNebeneinander zu den Religionsgemeinschaften erstreben. Die sitt-lichen Werte des Christentums zollten ausserhalb Jeder DiskussionSie werden von den mancherlei Jrrungen und Wirrungen#feffioner einschärfen oder den Bunden Einzelner nicht be-chlrührt. Als die Sozialdemokratie sich zu entwickeln begann, fei-er to der naturwissenschaftliche Materialismus Büchners und derphilosophische Materialismus Feuerbachs seine Triumpho. Die Sin-Mrkung auf die damaligen sozialistischen Wortführer var starkund nachhaltig. Beide Wissenschaftler behalten in der Geistes-geschichte ihren Platz, aber auch auf diesen Gebieten sind wirweitergeschritten, die Forschung hat sich vertieft und die Er-kentnisse haben sich verfeinert. Die evengelische Kirche warbis 1918 in Staatskirchentum verknöchert von Ausnahmen immerabgesehen- die katholische war stark politisiert. Eine Wan-dlung begann schon zwischen den beiden Weltkriegen, aber auch dieSozial demokratie wandel te sich allmählich. Die Gruppe religi-ser Sozialisten wirkte fast wie ein Sauerteig. Jch habe ihr nieangehört, in aber ihrem Bekennermut stets mit grosser Achtungbegegnet. Der grausame Läuterungsprozess der Nazizeit trieb dieEntwicklung innerhalb der Rligionsgemeinschaften nachtvoll wei-ter und wenn die Kirchen sich den gebieterischen Forderungeneiner neuen Zeit nicht mehr verschliessen, kann sich die Sozial-demokratie in Kirchen- und Religionsfragen erst recht zu ehr-11chor Neutralität und völliger Duldsankout bekennen. Wir be-dürfen zur Zeit mehr einer inneren Umstellung als einer äusseren.Jch verweise als Musterbeispiel auf die englische Arbeiterpar-*toi.Dagegen stehe ich der in Berlin vorgeschlagenen Union mit donKommunisten sehr s optisch gegenüber. Die Frage ist bei vei temnoch nicht spruchreif. Gerade jetzt, wo für unsere Partei eine
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