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Arbeiterwohlfahrt Hauptausschuss e. V.

Bonn a. Rh., Dottendorfer Straße 168 Fernsprecher 23184-87

An alle

Bezirksausschüsse der

Arbeiterwohlfahrt

Rundschreiben Nr. 85/ 52.

Bonn , den 2. September 1952Pa/ Ko.

Zur Kenntnisnahme übersandf

Betr.: Betreuung der Angehörigen deutscher Gefangener in derSowjetunion .

Liebe Genossen!

Wie wir Ihnen mit unserem Rundschreiben Nr. 52/52 mitteilten,hatten wir die Absicht, Ihnen bereits im Juli Listen mit Anschrif-ten der Kriegsgefangenen und ihrer Angehörigen zu übersenden.Infolge von allerhand technischen Schwierigkeiten und Urlaubs-vertretungen sind wir leider erst jetzt dazu gekommen, sie fer-tigzustellen,

Wir bitten Sie hierdurch noch einmal, die Namen an die Kreis- undOrtsausschüsse weiterzugeben, damit von dort aus die Angehörigender Kriegsgefangenen besucht werden können, Wie wir schon ausführ-ten, wird es sich durchaus nicht immer darum handeln, dass denVerwandten und Freunden eine materielle Hilfe gegeben werden muss,sondern lediglich die Anteilnahme, die die Arbeiterwohlfahrt anihrem schweren Schicksal nimmt, zum Ausdruck kommt.

Sie erhalten heute die Listen für die Gefangenen mit dem Anfangs-buchstaben T, U, V und W. Die Iisten mit dem AnfangsbuchstabenS folgen nach. Es ist durchaus möglich, dass der eine oder derandere darin verzeichnete Ort nicht in Ihrem Bezirk liegt. Wirsind aber nicht imstande, anhand der Postleitzahlen einwandfreifestzustellen, in welchem Bezirk sich einzelne Orte befindenzumal Ebenso ist es möglich,dass diese oder jene Anschrift nicht stimmt. Trotz aller Bemühun-gen, die der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes in München und wir für die genaue Aufstellung der Listen anwenden, sind Feh-ler nicht zu vermeiden, weil vielfach ungenaue oder sogar falscheAngaben gemacht werden. Wir sind laufend mit der Berichtigung be-schäftigt und bitten Sie in allen vorkommenden Fällen um Ihre Mit-arbeit. Anschriften, die für Ihren Bezirk nicht infrage kommen,wollen Sie uns bitte wieder zurückmelden,

soft mehrere gleichen Namens gibt.

In dem nächsten Rundschreiben, das wir in diesen Tagen an dieAngehörigen der Gefangenen versenden, werden wir sie noch beson-ders darauf aufmerksam machen, dass sie sich mit allen Anliegenjederzeit an die örtliche Arbeiterwohlfahrt wenden können, dieihnen, soweit es in ihren Kräften steht, Hilfe leisten wird.Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung bei der Betreuung derAngehörigen der von uns betreuten Kriegsgefangenen.

Mit sozialistischem Gruss

ArbeiterwohlfahrtHauptausschuss e. V.

1. A. Puaziz