Akte 
Publizistische Äußerungen
Entstehung
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24, Chronik

1912. Zum zweitenmal wurde der" Internationale Frauentag " unter der Parole" H er mit dem Frauenwahlrecht" begangen. Die Polizei in Deutschland trat z.T.sehr roh auf. Es wurden Frauen mit Füssen getreten und geschlagen.

1912 Der" Deutsche Lyzeam- Club", der 1905 von Hedwig Heyl als Vereinigungkünstlerisch und geistig tätiger Frauen gegründet worden war, eröffnete inBerlin eine umfassende, ausserordentlich eindrucksvolle Ausstellung:" Die Frau in Haus und Beruf".

1913" Die Vereinigung konservativer Frauen" wurde gegründet.( Deutschland )

1913 Die sozialdemokratische Zeitschrift" Gleichheit" zählte 112 000Abonnenten. In der SPD gibt es 141 115 weibl. Mitglieder. 228 sozialdemokr.Kreis- vereine haben haben weibliche Vorstandsmitglieder.

1913 im Oktober. Auf der Eisenacher Tagung des" Deutscher Verband fürFrauenst immrecht" war die Forderung nach dem allgemeinen, gleichen, direktenund geheimen Wahlrechts noch nicht durchzusetzen. Der Verband zählte 90 Grup-pen mit 8821 Mitgliedern; dazu der Verband für Elsass- Lothringen mit 1600Mitgliedern.

1914 Die erste Frau wurde in das Repräsentantenhaus der USA gewählt.

1914 Der" Bund Deutscher Frauenvereine " gründete den" Verein der Hausfrau-envereine, der 1919 insgesamt 113 Vereine mit 100 000 Mitgliedern zählte.

1914 31. III. Der SPD gehören bei 1.085.905 Mitgliedern insgesamt 174,754Frauen an.

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1914. Mai. In Rom fand ein Int. Frauenkongress der bürgerl. Frauenorganisatio-statt. Dem" International Council" waren 22 Nationen angeschlossen,Als Deutsche Vertreterinnen nahmen u.a. teil: Helene Lange , Gertrud Bäumer und Paula Müller- Ottfried.

1914 21.6. Die Vorkämpferin für den Weltfrieden, Berta v. Suttner , gest. Siewar am 9.6.1843 in Prag , Tochter des Feldmarschalls Graf Kinsky geboren.Ihr Hauptwerk war der pazifistische Roman" Die Waffen nieder." Sie warTrägerin des Friedens- Nobelpreises.

1914 Nachdem der Weltkrieg ausgebrochen war, gegen den vor allem die sozial-demokratischen Frauen immer wieder demonstriert hatten- erschien ein- vonLouise Zietz unterzeichneter Aufruf der SPD und der Freien Gewerkschaften,der an die Frauen die Aufforderung richtete," angesichts der unsäglichenNot und des furchtbaren Jammers, die der Krieg über die Arbeiterfamilienbringt...., den verzweifelten Frauen, den verwaisten Kindern, den Arbeitslosen,den Kranken und Leidenden mit Rat und Tat beizustehen".Als wichtigste Ar-beitsgebiete wurden bezeichnet: 1. Die Auskunfterteilung, 2.die kommunaleArbeit, 3.die Kinderfürsorge, 4. die Kranken- und Wöchnerinnenhilfe.

1914 Von August bis Dezember verzehnfachte sich in Berlin die Zahl der neu-eingestellten Metallarbeiterinnen, trotzdem gab es im ersten Kriegsjahr noch

viel Frauenarbeitslosigkeit.