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Chronik
1917 3.4. In Hamburg wurde eine Soziale Frauenschule eröffnet, die von Gertrud Baumer und Marie Baum geleitet wurde und eine zweijährige ausbildung ineinen sozialen und einem pädagogischen Zweig bot.
1917 6.7. Der Sozialdemokrat Gradnauer( Dr) macht einen vergeblichen Vorstossfür das Frauenwahlrecht. Die Konservativen hielten es dabei nicht einmal fürnotwendig, das Wort zu nehmen.
1917 Der Würzburger Parteitag der MSDAP forderte in einer Entschliessungdie Partei auf," ihre ganze Kraft für die Erringung des Frauenwahlrechtesfür alle sozialen und politischen Körperschaften einzusetzen und nach Mög-lichkeit für die Gewinnung und Schulung der Frauen zu wirken. Ebensoverlangt er, dass die Frauen mehr als bisher zur praktischen sozialen undpolitischen Arbeit herangezogen werden"
Marie Juchacz wurde als Vertreterin der Frauen in den Parteivorstand gewählt.Im März 1917 war sie in das Frauenbüro des Parteivorstandes berufen worden.
XX 1917 7.7.( Es war vor dem Würzburger Parteitag) Marie Juchacz , als Lei-terin des sozialdemokratischen Frauenbüros( und Redakteurin der" Gleichheit)Einschränkung bekannt geben) berief eine Reichsfrauenkonferenz ein. Anwesendwaren etwa 50 Delegierte aus dem Reiche, darunter einige jüngere Delegierte,dúe zum erstenmal stärker hervortraten, so Louise Schröder , Clara Bohm- Schuch ,Hanna Reitze, Elfriede Ryneck , Elisabeth Röhl ,/ Gertrud Hanna referierte über" Die Frauen im Krieg" und Wally Zepler über das" Frauenwahlrecht"
1917 im Herbst. Eine Denkschrift des" Bund Deutscher Frauenvereine " über:" Die Stellung der Frau in der Politisch- Sozialen Neugestaltung" verlangtvolle Einsetzung der Frau, wobei vorwiegend an die Kommunen gedacht wird.Daraufhin trat der" Deuts- Evangelische Frauenbund" unter Frau Müller- Ottfriedunter Protest aus.
1918 Januar. Dr. Marie Elisabeth Lüders wurde als erste Frau zu den Sitzungendes Reichstagsausschusses für Bevölkerungspolitik hinzugezogen. Vorsitzenderdes Ausschusses war der Sozialdemokrat Dr.Max Quark.
1918 Auf Antrag der M.- Sozialdemokratie und der Fortschrittlichen Volkspartei im Frankfurter Stadtparlament erklärte der Oberbürgermeister von Frankfurt /dass der Magistrat aus Grühden der Gerechtigkeit sich für die Ein-führung des kommunalen Frauenwahlrechtes einsetzen wolle, die Stadtverwaltungstimmte zu.
26.10.
1918 8:18 Die grossen Frauenorganisationen baten den neuen Reichskanzler,XXX Prinze Max von Baden , der eine Demokratisierung Deutschlands durchführenwollte,(?) und Sozialdemokraten in seiner Regierung hatte( Scheidemann alsStaatssekretär) um eine Rücksprache wegen der Forderung nach der politischenGleichberechtigung der Frau. ----- Daran waren die Sozialdemokratinnen betei-ligt, der Brief( unter Mitwirkung Juchacz entworfen) war an H errn von Payergerichtet. Er blieb ohne Antwort, die Ereignisse überstürzten sich. M.J.
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