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Entstehung
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Chronik

1924 1.4. Das Reichsgesetz für Jugendwohlfahrt, an dem besonders die weib-lichen Parlamentarierinnen mitgearbeitet hatten, trat in Kraft. ( Deutschland )

1924 4.5. Bei den Reichstagswahlen erhält die SPD 100 Mandate, 11. Frauen

1924. 7.12 Bei der Reichstagswahl zogen 131 Sozialdemokraten, darunter16 Frauen in das Parlament ein. Die Gesamtzahl der Frauen erhöhte sichvon 29 auf 33.

1925 Bei der Volkszählung wurden. 11,478,000 erwerbstätige Frauen in Deutschl.festgestellt. Davon waren 31,7% verheiratet und 9% verwittwet oder gesch.Nebenberuflich erwerbstätig waren 1,553,000 Frauen, von denen nur 37,2%ledig waren. 8 Millionen Frauen über 20 Jahre waren alleinstehend.--- Vonden weiblichen Angestellten und Beamten waren 90,6% ledig, von den arbei-terinnen nur 70,4%.----- Von den insgesamt gezählten 32,213,796 deutschenFrauen waren 16,516,715 ledig, 804,475 waren verwittwet 182,536 geschiederDer Frauenüberschuss betrug 2,016,976-------- Die Geburtenziffer betrug18,3 pro Tausend.( 1913 27,5 pro Tausend) Jedes 8.Kind war unehelich.

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1925 Gründung der" Deutsche Akademie für soziale und pädagogische Arbeit" inberlin .

1925. 24.7. Ottilie Baader , geb. 30.5.1847 in Frankfurt/ Oder , die erste zen-trale, sozialistische Frauenleiterin, Verfasserin der Lebenserinnerungen" Ein Steiniger Weg", ist gestorben.

1926 Eine Untersuchung der" Sozialistischen Internationale" ergab,:Der Prozentsatz der Frauen inner halb der nationalen sozialistischen Parteienist in Dänemark 33%, Tschechoslovakei, Deutsche Gruppe 33%, inOesterreich 31%, in Holland 29%, in Finnland 27%, in Lettland 22%,in Deutschland 21%, in Englands Arbeiterpartei 10,2% England hattejedoch die höchste Gesamtzahl sozialistischer Frauen. Hier kam Deutschland an dritter Stelle.

1926. 7.5 Der Reichstag beschloss eine Abänderung des Paragraphen 218 desdeutschen Strafgesetzbuches. Am 18.12.1925 hatte die SozialdemokratischeReichstagsfraktion einen entsprechenden Gesetzentwurf eingebracht.Die Bestimmung im Strafgesetzbuch war vom 18.5.1871.) Nach dem gefasstenBeschluss wird die Abtreibun nicht mehr von vornherein als Verbrechen,sondern nur noch als Vergehen betrachtet. Die Verjährungsfrist wurde von10 auf 5 Jahre herabgesetzt. Es wurde keine Begrenzung der Strafe nach untenfestgesetzt. Haft sollte nur in besonderen Fällen der Voruntersuchung verhängtwerden.

1926 Unter 6773 sozialdemokratischen Stadtverordneten gab es nur 295 Frauen,in den Landgemeinden bei 2920 männlichen Gemeindevertretern nur 295 weibl.In Berlin war das Verhältnis 1 weibl.zu 7 männl. Am ungünstigsten sah esin Pommern und Ostpreussen aus, in den Städten 1 zu 58 und im Landkreisen1 zu 63.----- In Hessen Nassau kamen auf 800 Vertreter eine Frau inHessen- Kassel auf 1003 männliche Vertreter eine Frau. In den Landgemeindenvon Franken, der Oberpfalz von Ostpreussen und Braunschweig gab es keinesozialdemokratischen Gemeindevertreterinnen.------ In den Kreis- und Provinz-landtagen waren bei 3099 männlichen Kreistagsmitgliedern nur 47 Frauen. Unter462 Provinzialabgeordneten( Landtage) gab ea nur 20 Frauen.--- In der ganzenProvinz Brandenburg gab es keinen weiblichen Vertreter, am ganzen Oberrheinund in ganz Oberschlesien waren es nur je zwei weibl Stadtvertreter.

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