Akte 
Publizistische Äußerungen
Entstehung
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Bild 4:

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irdisch beschäftigt, u.a. um die Wettertürenzu öffnen. Dort sassen sie endlos im Dunkelund der schlechten Grubelluft und dämmertenseelisch und geistig dahin,

Auch in Deutschland gab es Ähnliches. Noch imJahre 1904 wurde auf einer sozialistischen Reichskonferenz berichtet, dass im KreiseAachen Kinder vom 4.Lebensjahr an mit dem Auf-nähen von Knöpfen, Haken und Oesen beschäftigtwurden. Für drei Dutzend bekamen sie 1 Pfg.%; Bsie kamen täglich auf einen Lohn von 8- 10Pfennige.

Luise Otto Peters

Auch Frauen und Mädchen der bürgerlichtenSchichten spürten die Auswirkung der Industrie-zeit und des Kapitalismus auf ihre Lage. Durchdie Industrie ging die Bedeutung hauswirtschaft-licher Berufe immer mehr zurück. Maschinen er-ledigten vieles, was früher Frauenhände getanhatten. Berufs- und Ehemöglichkeiten ver-schlechterten sich. Viele bürgerliche Mädchenund Frauen suchten nach neuen Berufen, brauch-ten bessere Bildung und Ausbildung, aber in demBestreben standen ihnen die Männer ihrer eige-nen Schicht abwehrend im Wege.

Fortgeschrittene bürgerliche Frauen, von diesenTatsachen aufgewühlt und angerührt von denfreiheitlichen Ideen des nordamerikanischenUnabhängigkeitkrieges und der französischen Revolution, wurden die ersten Sprecherinnendes unterdrückten Frauengeschlechts.Luise Otto- Peters , eine Beamtentochter, wurdedie Lerche" der deutschen Frauenbewegung.Auf einer Reise in Etzgebirge wurde sie durchdie sozialen Gegensätze zwischen dem Fabrik-reichtum und der Armut der Heimarbeiterinnentief erschüttert. In ihren sozialen Gedichtenund Romanen sprach sie aufrüttelnd diese Erleb-nisse aus. Bereits 1847 schrieb sie, dass dieBeteiligung der Frauen am Staatsleben nicht nurein Recht, sondern eine Pflicht sei. Sie for-derte eine bessere allgemeine Bildung und wirt-schaftliche Selbständigkeit für die Frauen.In einem offenen Brief an die" Arbeiterver-brüderung und ihren Kongress dankte sie die-sen ersten Vorkämpfern der Arbeiterbewegungdafür, dass sie sich für die Gleichberechtigungder Frauen ausgesprochen und sagte zum Schluss:" Wollt ihr mir gestatten, unter euch die Sacheunserer armen Schwestern, der Arbeiterinnen,zu vertreten, so wird es mein Stolz und meineFreude sein".

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