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Frauen in der Revolution 1848/49
Als im Jahre 1848 das demokratische Bürgertumdie Demokratie zu erringen trachtet, klopftendie Herzen von Luise Otto- Peters und andererfortschrittlicher Frauen mit den Freiheits-kämpfern. Manche dieser Frauen, so Emma Herwegh und Mathilde Franziska Anneke begleiteten ihreMänner in die gefahrvollen Kämpfe, wie unserBild zeigt. Sie suchten mit der Freiheit für dasVolk, auch die für ihr Geschlecht.
Als dann 1849 die Reaktion unter Führung derpreussischen Monarchie die demokratische Bewegunggewaltsam niederwarf, war für viele Kirchhofs-ruhe über Deutschland gekommen. Mit den Ansätzender Demokratie, zur Arbeiterbewegung, wurdenauch die Anfänge der Frauenbewegung beseitigt.So wurde u.a. auch die" Deutsche Frauenzeitung"von Luise Otto- Peters verboten.
Die Achtundvierzigerinnen( Johanna Kinkel ,Emma Herwegh , Mathilde Franziska Anneke ,Malvida von Meysenburg , W.Schröder- Devrient)Wehe den Besiegten!- so hiess es auch damals.Luise Otto- Peters wurde aus vielen Städten aus-gewiesen. Sieben Jahre lang wartete sie aufihren eingekerkerten Verlobten, den Arbeiter-schriftsteller Peters, der dann nach 6jährigerEhe an den Folgen der Kerkerjahre starb,Die meisten der" Achtundvierzigerinnen", wie diebedeutenden Frauen jener Jahre genannt wurden,mussten das bittere Brot der Emigranten schmek-ken. Johanna Kinkel ( oben links), die Gattindes Gelehrten und Dichters, erwarb sich in Eng-land den Namen einer" Mutter der Emigranten";Freiligrath verherrlichte sie in dem schönen Ge-dicht" Nach Johanna Kinkels Begräbnis".Emma Herwegh ( oben rechts) musste mit ihrem Mann,dem glühenden Sänger der Freiheit, viele Jahrein der Verbannung leben.- Mathilde Franziska Anneke ( unten links) die dichterisch begabteFrau eines Revolutions offiziers, wurde in Amerika eine der ersten und kühnsten Kämpferinnen für dieGleichberechtigung der Frauen und Gründerin einerbedeutenden Mädchenschule.- Malvida von Meysen-burg schrieb fern von Deutschland ihre noch immerIesenswerten" Memoiren einer Idealistin".
Die grosse Sängerin Wilhelmine Schröder- Devrient ( unten rechts) bewahrte das heisse, freigesinnteHerz, wohin sie auch das Schicksal trug.
Zu den" Achtundvierzigerinnen" ist auch Jenny Marx zu zählen, die Schwester des reaktionärenpreussischen Innenministers von Westphalen.Sie war keine Frau des politischen Vordergrundes,keine Rednerin, keine Schriftstellerin, aber siefolgte treulich und von der Sache überzeugt,ihrem Manne, dem grossen sozialistischen Denker
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