Akte 
Publizistische Äußerungen
Entstehung
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Bild 14:" Die Gleichheit"( früher)

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So sah die von Klara Zetkin geleitete Wochen-zeitschrift" Die Gleichheit" aus, sie gewann vonJahr zu Jahr mehr Leserinnen, obwohl sie an die-se hohe Anforderungen stellte und die Arbeiter-frauen oft wünschten, dass sie einfacher geschrie-ben werden möge. 1907 hatte sie schon 28 000,im Jahre 1914 125 000 Abonnenten.

Ottilie Baader Ottilie Baader

ist einmal als die" Parteimutter"bezeichnet worden. 1847 geboren, musste sieschon als Siebenjährige die verstorbene Mutterim Haushalt vertreten. Die Dreizehnjährige muss-te- mit der Hand- Wäsche nähen, da der Verdienstdes Vaters nicht reichte. Durch einen Zufallwurde die junge Heimarbeiterin mit dem Sozialis-mus bekannt. Sie bezogen eine neue Wohnung, unddie gehörte einem ausgewiesenen Sozialisten.Gemeinsam mit dem alten Vater las sie BebelsFrauenbuch. Sie betätigte sich bald eifrig,und verstand die Aufklärung einfacher, wissbe-gieriger Frauen. Die Polizei hat sie viel ver-verfolgt, ohne sie mutlos machen zu können.Sie wurde die erste organisatorische Leiterinder sozialdemokratischen Frauenbewegung, die so-genannte Zentralvertrauensperson und war es Jahrehindurch ehrenamtlich neben ihrer Heimarbeit.Sie hat im Jahre 1900 die erste deutsche Frauen-konferenz der Sozialdemokratie nach Mainz einbe-rufen und in unermüdlicher Arbeit die Frauenbe-wegung aufgebaut. Dabei halfen ihr die in vielenBezirken wirkenden Vertrauenspersonen der Frauen.Später wurde sie die erste hauptamtliche Frauen-sekretärin der SPD .

Luise Zietz im Parteivorstand

In den Spuren Ottilie Baaders ging Luise Zietz ,die aus einfachsten Verhältnissen sich empor-arbeitete. Sie war eine zähe, glühende Kampf-natur, die als Werberednerin durch alle Ar-beiter gegenden Deutschlands zog, um die Frauenauf zurütteln. Damals war es in den meisten deut­ schen Ländern vor allem in Preussen und inBayern - verboten, einer politischen Organisationanzugehören. Ja, die Frauen durften nicht einmalVersammlungen politischen Charakters besuchen.Oft haben sich interessierte Frauen in Männer-kleidung in Versammlungen eingeschmuggelt. Späterwurde es gestattet, dass Frauen- abgeteilt vonden Männern, ganz hinten auf der Galerie- alsblosse Mithörer dabei sein konnten.

Luise Zietz schlug sich mit der Polizei überallschlagfertig herum und scheute auch Gefängnis-strafen nicht.

In Hamburg und verschiedenen anderen Ländern,wo dies möglich war, gehörten Hunderte von Frauenbereits der Partei an. In den anderen Ländern be-· zahlten sie freiwillige Beiträge, um die Parteizu stärken.

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