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Es gab Genossinnen, die den tiefen SturzDeutschlands nicht ertragen konnten.
Toni Pfülf , die, eine bayrische Offizierstochter,zur sozialistischen Bewegung gekommen war, undMinna Bollmann , die schon an der 1. Reichsfrauen-konferenz in Mainz 1900 teilgenommen hatte, eineherzhaft zupackende Frau, schieden freiwillig ausdem Leben.
Andere führende Genossinnen, wie Marie Juchacz ,Toni Sender , Mathilde Wurm , wurden in die Emi-gration getrieben. In den Exilländern ist mancheGenossin gestorben. Die Sehnsucht nach einemWiedersehen mit der Heimat und nach einer wieder-erstandenen Bewegung wurden vielen nicht mehr er-füllt.
Der" Neue Vorwärts"( Frau und Kind Segers gefangen)Schon im Jahre 1934 steckte das Dritte Reichkleine Kinder ins Konzentrationslager. Als demsozialdemokratischen ReichstagsabgeordnetenGerhart Seeger die Flucht aus dem Konzentrations-lager" Oranienburg " gelang und er in Wort undSchrift diese Menschenhölle dem Ausland beschrieb,wurden seine Frau und sein 1 1/ 2jähriges Kind insKonzentrationslager gebracht. Es gab einen Protest-sturm in der Welt. Englische weibliche Abgeordneteerreichten, dass Frau Seeger und das Kind frei-gelassen wurden und mit ins Ausland konnten.Damals musste das Dritte Reich noch manchmalRücksicht aus Auslandsproteste nehmen, weil eineAufrüstung erst begann und es noch nicht starkgenug war, in jedem Falle höhnisch über dieEmpörung der Welt hinwegzugehen.
Die ReichsfrauenschaftsführerinDie Gleichberechtigung der Frauen im Staate warvorbei. Die NS- Frauenschaft hatte keinen Funkenmehr vom Geist einer Frauenbewegung. Auf denNazi- Parteitagen durfte sie auch antreten, dannstarrten die Nazi- Gewaltigen, neben der Reichs-frauenschaftsführerin Frau Scholtz- Klink sitzend,eine Weile auf die heilschreienden Frauen, darun-ter der weibliche Arbeitsdienst.
Zunächst wurden die Frauen aus vielen Stellungenherausgedrängt, um Männern Platz zu machen,Kinder zur Welt zu bringen, Soldaten für dieAufrüstung, war ihr Lebenssinn geworden.
Lilli Hermann wird hingerichtet
Tausende Frauen sassen bereits in Konzentrations-lagern, Gefängnissen und Zuchthäusern, waren ge-foltert worden.
Das Nazisystem schreckte nicht davor zurück,schon in den ersten Jahren, Frauen, die politischgegen das Dritte Reich arbeiteten, aufs Schaffottzu schicken. Die 22jährige Lilli Hermann wurdedem Henker übergeben, nachdem man sie vorher imKerker hatte ihr Kind gebären lassen.
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