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umgeben von Frauenvertreterinnen, von denenviele aus dem alten sozialistischen Arbeiter-jugendverband stammen, den Ollenhauer einstgeleitet hat..
Angesichts der grossen Not war die Wiederer-stehung der Arbeiterwohlfahrt eine Selbstver-ständlichkeit. Ihre Funktionärinnen, sozialde-mokratische Frauen, haben in den Hunger- undKältejahren unter Leitung von Lotte Lemke Über-menschliches geleistet.
Käthe Kollwitz :" Hungernede Kinder"Bei ihrem Hilfswerk unter Heimatvertriebenen,Ausge bombten, Kriegsversehrten, Kriegswaisen,alten Menschen und Notleidenden aller Art konn-te sich die Arbeiterwohlfahrt auf die Hilfeausländischer Organisationen stützen. Nicht zu-letzt waren es sozialdemokratische Emigranten-frauen, die von allen Ländern her bemüht waren,dass Lebensmittel, Kleider usw. nach der Heimatgesandt wurden.
Dieses Bildplakat von Käthe Kollwitz , das nachdem ersten Weltkrieg auf die Not der deutschen Kinder hingewiesen hatte, half ihnen auchnachdem zweiten Weltkrieg, um im Ausland die Herzenfür die Not der Kinder in Deutschland zu öffnen.Louise Schröder , Berlins erster weiblicherOberbürgermeister
Nicht allein in der Wohlfahrtsarbeit, an zahl-losen Arbeitspunkten, vor allem aber in derPolitik zeigen sozialdemokratische Frauen, auswelchem Holz sie geschnitten sind.
Zum erstenmal stehen Frauen an der Spitze vonGrosstädten. Luise Albertz leitete als Obef-bürgermeister die Geschicke der Stadt Oberhausen ,Louise Schröder führte Berlin , das vom Bolsche-wismus bedrohte, durch die schwere Zeit derBlockade erfolgreich hindurch.
Eine Sozialdemokratin war es, Frau Dr.Elisabeth Selbert , die als Mitglied des ParlamentarischenRates das Grundgesetz der Bundesrepublik mitbaute und den Artikel 3 durchsetzte, in dem esklar un deutlich heisst:" Männer und Frauen sindgleichberechtigt". Bis 1953 müssen alle demSatz nicht entsprechenden Gesetzes bestimmungen,so die des Bürgerlichen Gesetzbuches , die dieFrauen benachbeteiligen, abgeändert werden.Sozialdemokratinnen als Abgeordnete
Bei der Wahl zum Bundestag erhielt die Sozial-demokratie keine Mehrheit. Bei dieser und beianderen Wahlen zu Landtagen, Kommunalwahlenzeigte sich, dass grosse Schichten von Frauennoch immer nicht erkannt haben, dass ihre Sehn-sucht nach Friedenspolitik, sozialer Gerechtigkeitund freiem, gleichberechtigtem Dasein und Mitge-stalten nur von der Sozialdemokratie getragen
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