Akte 
Publizistische Äußerungen
Entstehung
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3.

1895 war Heinrich 40 Jahre alt.Er trat von der Redaktion des( inzwischen" Sozialpolitischen Zentralblattes" zurück. Gesundheit zermürbt. Durchseelische Erlebnisse. Josefine) erste Fran

12 Jahre seit Heirat.Langer Brautstand vorauf.Hochzeitsreise? Fahrt insWunderland.Italien. Jedoch: Josefine sass im Zug, machte Notizen,teilte Zeit ein, legte fest, wie Studienfahrt. Museen, Kirchen, Gemälde,Skulpturen. Heinrich: Form der Befangenheit?" Venedig übertraf anRomantik alles Erhoffte"...." am andern Morgen wusste ich, dass die Adriader sich die Dogen Venedigs vermählten, vergleichsweise ein feurigesElement sind....." Ihn fröstelte noch später in der Erinnerung.Venedig zeigte aber, dass die Temperamente zu verschieden waren.

Er war nun verheiratet, aber unbeweibt.Keine Sinnenhaftigkeit, keinseelisches Weibtum.

Aber später half sie ihm gut bei der Arbeit des Archivs.

1890 wiederholte sie: mit Dir kann man nicht leben!---- Sein Wunsch:Zwiespalt möchte den Kindern unsichtbar bleihen. Zwei Söhne.Josefine drang auf Scheidung. Sie liebe einen anderen. Nichtsdagegen.Doch Zerwürfnis der Eltern sei für Kinder verhängnisvoll

Sein Vorschlag: Zwei Wohnungen, gleiches Haus. Ein gemeinsames Zimmer.Weit weg von ihm, nicht am selben Ort, war ihr Wunsch. Nicht heiraten.Abergerichtliche Trennung.

Viktor Adlers Worte:( Charakteristische)"... Heinrich liebe und hasseich zugleich, fast möchte ich sagen, fast möchte ich sagen wie meineGelebte. Und wenn ich es nicht aushalte( mit ihm), so noch weniger ohne ihn,

Nach Jahren der Trennung kam Frieda.mütterlich, selbstlos.?. BesuchViktor Adlers:" Du brauchst ja nicht grade wieder zu heiraten...."Grippe, Bewusstlos. Pflegerin Frieda. Gestand ihm ihre Liebe.Fortgehen.Frieda bestellte das Aufgebot. Er verkaufte das SozialpolitischeZentralblatt. Nicht für sich. Adler hatte sein gesamtes Vermögen derPartei geopfert, Die von ihm gegründete" Arbeiterzeitung" hatte ihnin Schulden gestürzt. Dazu er wurde wegen politischer Aeusserungenzu Gefängnis verurteilt. 70000 Mark. Frieda nahm den Vermögensverlustruhig hin.Grosszügig.

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Der innere Umschwung blieb aus. War die grosse, beflügelnde Liebe einWahn? Er zweifelte an seiner Kraft. In selbstqualerischen Vorstellungenvergass er, dass nur Achtung und Neigung, nicht der Daimon Eros ihn zurEhe geführt hatte.---- Aus Zartgefühl für Frieda verhehlte er sich dieWahrheit. Jeder Selbstbetrug rächte sich grausam an ihm. Grausam auch andem, zu dessen Gunsten er sich betrog. Für ihn galt das Gesetz innererNotwendigkeit unverbrüchlich.Er verletzte es, als er ohne den Zwang desHerzens eine neue Ehe einging. Aber es bewies schicksalhafte Macht.

Wenige Monate, nachdem er Frieda angetraut war, begegnete er Lily vonGizicko. Mit Allgewalt ergriff ihn Leidenschaft und Liebe..Widersetzen half nichts.Liebe war seines Lebens Wesen. Sie besiegtejede Bindung und jedes Bedenken, sie trotzte der Welt, sie wurde seinGewissen.

Lily von Gizycki . Für Heinrich war sie: Die Mitherausgeberin der" FRAUEN BEWEGUNG " sowie der" Ethischen Kultur". Unddie Frau des gelähmten Professors von Gizycki. Er hatte ihn-vor derHeirat mit Fräulein Lily von Kretschman einmal fluchtig gesprochen.Er kannte sie nicht als Rednerin. Sie hatte ihn eigens zu ihren Vorträgeneingeladen.