Akte 
Publizistische Äußerungen
Entstehung
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25 1913 ist das entscheidene Jahr in dieser Ehe. M.J.

Heinr. diese Betrachtungen..." Denkmal auf einem Grabe"Zärtlichkeiten dieses Briefes:" Totenlied unserer Liebe"

L." ich habe niemand anders so lieb als Dich,... Versteh mich recht:ich könnte für eien Schurken eine stürmische Leidenschaft fassen,aber ihn nicht lieben, wie ich Dich liebe. Das ist mehr als kühleFreundschaft, das ist für meine Natur das einzi Dauernde. Du möchtestLeidenschaft. Ich bin nicht Herr über sie. Ich weiss, dass sie erwachen kannwenn Freude und Sonnenschein sie weckt.

aus Portofino :" ich wünschte Dich hierher, aber Du musstest wirklichhier sein."

Auch ihn treibt ein" unabweisbares Bedürfnis" hin zu ihr. Geborgtes Geld.Zwei Tage...." vom ersten Augenblick an, in dem ich das unsagbare Glückhatte, Dich mit den Augen meiner Seele zu sehen, bis zu diesem,war ich immer bereit, für Dich alles aufs Spiel zu setzen"

"

.... was Du tun und lassen magst, sie( die Liebe) wird immer nur erstarken."

Venedig Treffpunkt. Sie kommt aus Florenz . Aus reicher, mit Otto verlebterFerienzeit. Er, aus Berlin , aus monatelangen Kampf mit Wucherern undGläubigern. Die Gefahr nimmt nicht Urlaub, sie wächst weiter.

1913

Noch glüht sie von seinen Küssen, als der Zug sie ihm wieder entführt.Er grübelt, wie ihr die Morgengabe zu bieten sei; Sorglosigkeit, ohnedie ihr Künstlertum absterbe...... Noch hat er das nackte Dasein und denNamen zu retten.....

Der Italiene

L.auf der Fahrt nach Florenz zurück Bologna.L.lehnt zum Fenster heraus.Ein Italiener zieht den Hut, sie dankt mit Lächeln.Er spricht nur italie-nisch.Seine Blicke und Gebärden sind ihr verständlich. Mit franz. Br1XBrocken verabreden sie eine Zusammenkunft. Ein Abenteuer hat sie sichschon immer gewünscht.( Heinrich hatte sie, schutzlos) ihrer gesteigertenErregung überlasen. Die 50 Stunden in Venedig waren eine einzige OrgieVor kaum einem Monat hatte sie gesagt:" Jetzt bin ich leider alt, kanmnichts mehr vom Leben und" von der Liebe, die eigentlich meine Atmosphäreist erwarten."" Das Schicksal: Nach Venedig ", so schreibt L.in iht

Tagebuch.

Der Fremde. Mittlerer Beamter.Adel. Aber nicht gebildet.Weiss nicht werLily ist. Sein Zimmer, mit Postkarten und billigem Nippes angefüllt,ein Widersinn, Otto ist bei ihr. Fast Katastrophe. Ottos Verdacht.wird lachend entkräftet. Seine starre Miene 18st sich wieder, geliebteMutter.------ Zuhause fallen ihm einmal H's verhärmte Zuge auf, als. dieMutter wieder in Italien ist. Der Spuk jenes Morgens grinst auf.Briefan die Mutter(:) H.:" jetzt fährt die Mutter zum Lido, mich freut ihrschönheitsfrohes Geniessen. Da verbrennt Otto den Brief

.

H.opfert einen sehr grossen Teil seines Gehattes," damit sie" zum schönstenZiel, zu sich selbst" gelange.

L.:" hab tausend Dank für Deine Freundschaft. Ich werde sie wohl noch sehroft in Anspruch nehmen."" was mich bewegt, kann ich nicht sagen."H.:" Sprich aus, was Dich bewegt!..... Glaube, dass meine Liebe und Freund-schaft ohne Grenzen sind.""

Offenes Bekenntnis.Angst vor seinem Jähzorn und Mut zur Wahrheit haltensich die Wage.

" Nur um Di zu helfen in Deiner Not und in Deinem Glück, bin ich auf denRuf Deines Briefes hier.." schreibt er ihr nach München .

Aber sein verfallenes Gesicht, seine Verstörtheit.

Fünfmal reist sie 1913 nach Italien .