Akte 
Publizistische Äußerungen
Entstehung
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Die Frauen Stägemann und Cantius wurden dann im Jahre 1879die2znoch zu 6 Wochen Gefängnis verurteilt, wegen Beleidigungen,sie durch Reden in Versammlungen begangen haben sollen. Frau Schackowwurde mit ihrem Mann, bei Inkrafttreten des Sozialistengesetzes aus-1879 WAX gewiesen. Vorläufig war hiermit die XXXarbel-

1881

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terinnenbewegung wieder unterdrückt; immerhin hatte man diesmal denrichtigen Anfang gemacht, den Weg gezeigt, der allein zum Ziel füh-ren konnte. Und schon im Jahre 1881 wurde ein neuer Versuch gewagtMarianne Menzer Dresden sowie durch diese angeregtJohanna Wecker/ Frankfurt am Main , zwei Demokratinnen vom alten Schlag,erliessen energische Aufrufe an die Arbeiterinnen, sich zu vereinigenund gemeinsam zur Wehr zu setzen gegen die krasse Ausbeutung ihrerArbeitskraft. Die Erstgenannte veröffentlichte gleichzeitig statistischesalsMaterial über Arbeiterinnenlöhne der verschiedensten Branchenklarsten Beweis der Notwendigkeit, dass etwas zur Aufbesserung derLage der Arbeiterinnen geschehen müsse.- Durch diese Aufforderungangeregt veranstaltete manzunächstin Berlin mentere Versendungen,mehrere Versammlungen, um den Zusammenschluss der Arbeiterinnen zubewirken.

Wiederum wurde nun unter Mithilfe der Oberbgenannten( Marianne Menzerund Johanna Wecker) ein" Frauenhilfsverein für Handarbeiterinnen"( 1881)begründet.((( Fabrikarbeiterinnen waren also ausgeschlossen; Dagegenkonnten Frauen und Männer bürgerlicher Kreise Ehrenmitglieder werden.)))Das Statut versprach den Mitgliedern: materielle und geistigeFörderung, Warnehmung der Berufsintressen, Darlehen in Notfällenbei Erwerbsunfähigkeit dauernde Unterstützung.

Erstrebt sollte werden: 1. Ein unentgeldlicher Arbeitsnachweisfür Handarbeiterinnen, d.h. Schneiderinnen, Blumen- und Putzmache-rinnen, Stickerinnen, Posamentierarbeiterinnen u.ergl.

2. die Errichtung einer Lesehalle.

3. von Arbeitsstuben u.eines Speisehauses.Die Beiträge für ausserordentliche Mitglieder waren auf 5 Mark pro Jahrdie der ordentlichen auf 25 Pfennig im Monat festgesetzt

Die Versammlungen zur Beratung der Statuten und Wahl eines Geschäfts-ausschusses hatten in Rücksicht auf die Frauen und Mädchen und derenVorurteile gegen den Besuch von Versammlungen in öffentlichen Lokalen,in Schulräumen stattgefunden Nun bewarb sich der Ausschuss darum, auchdie ständigen Vereinsversammlungen in Schulräumen abhalten zu dürfen;diesem wurde jedoch von Schulrat Bertram die Antwort:" Für solcheFrauenzimmer( die Arbeiterinnen) sind die Räume nicht zu haben."Das sei aufgeführt als ein kleines Beispiel, welche Vorurteile denArbeiterinnen damals entgegen standen.

Es waren auch nur eine verhältnismässig geringe Anzahl von Frauenund Mädchen, die sich dem Verein anschlossen; keine der durch dieersten Vereine bekannten Frauen war darunter. Die Leitung hatten dieFrauen Dräger Ihrer und Haase

Bald zeigte es sich, dass die Mitgliedsbeiträge kaum für dienötigsten Ausgaben reichten und es wurde versucht, durch freiwilligeSpenden und Wohtätigkeit aller Art das aufzubringen, was zur Erreichungder gesteckten Ziele notwendig war.

Die Arbeitsstube, in der arbeitslose Mädchen und Frauen beschäftigtwerden sollten, war ein winziger Versuch und konnte in der Folge ihremZweck wenig entsprechen.

Das Speisehaus, mit dem man eine Kochschule verbinden wollte,hatte wenig Zuspruch und die Unkosten überstiegen bald die Einnahmenkurz die gesamte kleinliche Reformarbeit führte nicht weit über dieersten schüchternen Versuche hinaus und scheiterte trotz reichlicherUnterstützung von bürgerlicher Seite, und zwar geistiger wie auchmaterieller

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