Akte 
Publizistische Äußerungen
Entstehung
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Den neugebildeten Verein leiteten die Frauen Pötting, Grothmannund Cantius

Zur Belehrung über wissenschaftliche Fragen standen den Leiterinnenbeider Vereine wissenschaftlich gebildete Männer und Frauen allerBerufe zur Seite.

Hauptsächlich aber waren es wirtschaftliche, die Arbeiterinnennahe berührende Fragen, die an Vereinsabenden, nach vorhergehenderBelehrung diskutiert wurden. Fast immer wurden Themen gewählt, dievon Mitgliedern gewünscht oder von ihnen vorgeschlagen wurden.

Auch die Bibliothek war durch Schenkungen ganz beachtenswert ge-worden und wurde viel in Anspruch genommen

Mehrere Rechtsanwälte hatten unentgeltlichen Rechtsschutz zuge-sagt und verschiedene Fälle schneller Erledigung zugunsten derArbeiterinnen lagen vor.

zur

Oft genügte schon die Berufung auf diesen Rechtsschutzgütlichen Beilegung der Sache in einer, der Arbeiterin günstigenWeise.

EBENSO HATTEN MEHRERE AERZTE unentgeltliche Hilfe zugesagt,für Frauen die keiner Krankenkasse angehören( wie fast alle Haus-industrielle) Es wurde die Einrichtung getroffen, dass arbeitsloseMitglieder oder Medizikranke gegen eine kleine Entschädigung vonSeiten des Vereins den alleinstehenden Kranken als Pflegerinnenzugewiesen wurden. Auch diese Einrichtung fand ganz besondere Aner-kennung bei den Mitgliedern.

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Und in wievielen Fällen wurde die Not in der Familie in arbeits-loser Zeit durch den Verein gemildert wohl manches arme Weib istvor dem schlimmsten Schritt bewahrt geblieben durch diese Art derHilfe auf Gegenseitigkeit

7.

Die Arbeitsnachweisstellen, die in allen Stadtgegenden errichtetwaren, wurden viel in Anspruch genommen, die Meister hatten sichbald gewöhnt hier zuerst nachzufragen

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War auch das Hauptineresse des Vereins den eigenen Mitgliedernzugewandt vergass man doch das Allgemeinwohl nicht. Nach eingehenderBesprechung wurde u.a. eine Resolutionden Wunsch ausdrückte, man möge auch für Frauen überall städt.Be-dem Magistrat zugestellt, diedurnisanstalten zur unentleltlichen Benützung einrichtenspäter- wenn auch nur mangelhaft- ausgeführt worden ist

was etwas

Ebenso wurde durch Uebersendung einer Resolution die Einrichtungunentgeltlicher obligatorischer Mädchen- Fortbildungsschulen XXXXXXXXgefordert. Das ist freilich bis jetzt noch nicht durchgesetzt( 1898)da diese Forderung immer noch scheitert, weil eine Aenderungdes Paragraph 120 der Gewerbeordnung dazu erforderlich sein sollvielleicht aber auch an dem Vorurteil der Berliner Stadtväterzu glauben scheinen besseres Wissen und Können

die

allgemein erwei-müsse unbedingt die Zahl

terte Bildung des weiblichen Geschlechtsder Pantoffelhelden ins Ungeheuerliche steigern

Man beschloss ferner, nach Anhören eines klarlegenden Referats,die Absendung einer Petition an die Stadtbehörde wegen Zulassung derFrauen zum Gewerbegericht

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Das aber gab seltsamer Weise dem Polizeipräsidium im Mai 1886eine willkommene Gelegenheit die" gefährlich" werdenden Arbeiterinnen-Vereine und alle damit zusammenhängenden Kommissionenaufgrund des Vereinsgesetzes aufzulösenwiederumund die Leiterinnen- nachvorheriger Haussuchung durch je drei Kriminalbeamte, die alle Bücherund sonstiges Material der Vereine und Kommissionen und die