beim Minister v.Herfurth vorstellig zu werden, damit hier Remedur ge-schaffen würde.Die Frauen Leuschner und Ihrer wurden
mit dieser Mission betraut.
10.Mai 1890
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Nach vorherigem Ersuchen wurde vom Minister die Audienz amgewährt. Der Minister wurde von denBeauftragten ersucht auch den Arbeiterinnen die Möglichkeit zugeben, das ihnen gesetzlich zustehende Koalitionsrecht ausüben zukönnen indem angeordnet werden möge, die Versammlungen, die derBesprechung zur Verbesserung der Lage der Arbeiterinnen dienensollen, unbehindert tagen zu lassen
Die erbetene Verwendung beim Polizeipräsidium und Durchsichtder Akten über Arbeiterinnenversammlungen wurde zugesagt. Es istseitdem in Berlin keine Versammlung, die von Frauen für Frauen XXXXMAXXXXM angemeldet wurde wieder verboten worden
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wurde von Neuem dringend
In den nun folgenden Versammlungendie Anstellung weiblicher Fabrikinspektoren gefordert und--nebst Versammlungen aller Arbeitskategorien wurde endlich auch ein-mal das Los der Handlungsgehilfinnen sowie auch der Kellnerinnenbeleuchtet.
Wiederum folgte man in anderen Orten dem Beispiel Berlins und wählte ebenfalls AGITATIONSKOMMISSIONEN, die die allgemeineAgitation sehr förderten sodass auf dem im Oktober 1890 zu Hallestattfindenden sozialdemokratischen Parteitag
Vertreterinnen erschienen waren.
bereits aus vier Orten
Hier wurde dann auf allseitigen WunschXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
die Gründung einer Zeitung für Frauen beschlossendie dem erwachenden Verständnis der Frauen angepasst sein sollte.Anfang 1891 erschien die erste Nummer" Die Arbeiterin" von FrauEmma Ihrer geleitet, herausgegeben bei Meyer- Jensen/ Hamburg Sieging ein Jahr später( 1892) in XXX" Die Gleichheit" über, im VerlagDietz Stuttgart, deren Leiterin Frau Klara Zetkin wurde.
Nun läge aber die Frage nahe, warum die Arbeiterinnen es nichtvorzogen, den scheinbar einfachsten Weg einzuschlagen, indem sie dieGewerkschaftsversammlungen besuchten oder diesen Vereinen alsMitglieder beitraten
Es mangelte den Frauen hierfür weder an gutemWillen noch an richtiger Einsicht. Es zeigte sich aber wieder, wiedas Vereinsgesetz eigens dazu geschaffen ist jede Bewegung zu hemmenoder einzuengen. Die Fachvereine konnten z.T. Frauen schon deshalbnicht als Mitglieder aufnehmen weil sie unter dem Sozialistengesetzals politische Vereine behandelt wurden
Aber wo auch dies nicht derFall war konnten sie angesichts der Willkür in der Handhabung desVereinsgesetzes es nicht wagen, ihre einzige Organisation durchAufnahme der Frauen zu gefährden
Im November 1890 fand in Berlin eine Gewerkschaftskoferenz statt,zu der so ziemlich alle Branchen, in denen Frauen beschäftigt waren,Vertreterinnen entsandt hatten. Bei der darauf folgenden Wahl einerGeneralkommission der Gewerkschaften Deutschlands wurde auch ein
wurde auch ein weibliches Mitglied gewählt
und ständig wiedergewählt Auch an den GewrkschaftskongressenMärz 1892 und Mai 1896 nahmen weibliche Delegierte regen Anteil
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