Akte 
Publizistische Äußerungen
Entstehung
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(*) Nach der letzten Berufszählung gibt es in Berlin 92000 weibi andeleangstelle,

1896

21,

Hier können Sie auch den Opfermut und dieBegeisterung finden, die Sie im eigenen Lagervergeblich suchen. Einen Opfermut und eineBegeisterung die die Gewähr endlichenSieges bieten, der Befreiung der Gesamt-heit aus wirtschaftlicher und moralischerKnechtschaft!"

Die Römerin, Frl Dr med Maria Montessorie berichtete sodann initalienischer Sprache Uber die Löhne der italienischen Arbeiterinnen,die noch niedriger sind als die in Deutschland für Frauenarbeit ge-zahlten. Das Gesetz beschränk fast garnicht die Kinderarbeit undgewährt den Wöchnerinnen einen geringen unzureichenden Schutz.Dabei versuchen die Unternehmer noch diese Einschränkungen ihrerProfitwut durch Lohndruck auszugleichen Gleicher Lohn für gleicheLeistung sei auch die Parole der italienischen Arbeiterin

finnen"

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"

Frl.Herrmann gab einen Bericht über" die Lage der Handlungsgehil-und die" Tätigkeit des Hilfsvereins für weibliche Handels-angestellte" jenem Verein der hauptsächlich die Bestimmung zuhaben scheint Die" Harmonie" zwischen Kapital und Arbeit zu erhalten.Seine Ziele und Zwecke sind sämtlich kleine Mittelchen die Angestelltenbei guter Laune zu erhalten und den Geschäftsinhabern tüchtige Kräftezu sichern die in Fachschulen ausgebildet sind!!!(?) Der Vereinist aber offenbar nicht in der Lage diesen dann bessere, als die DurchXXXXschnittslöhne zu sichern. Die Leitung des Vereins liegt z.T.in denHänden von Grosskaufleuten. Die Berichterstatterin sagt:" Erst seitzwanzig Jahren kenne man überhaupt weibliche Handelsangestellte. Heutegibt es 100 000 in Deutschland , 15 000 in Berlin. (*) Stenographinnen undBuchhalterinnen haben nur theoretische Vorbildung für alle anderengilt 10- bis 12- monatige Berufsprobe. Brauchbare Kräfte erhalten100 bis 150 Mark monatlich und steigen noch höher." Frl Hermann führteaber im Weiteren an dass eine Lageristin, die 15 Jahre im Tappisserie-fach tätig ist, ein Monatsgehalt von 55 Mark bezieht. Sie musste auchzugeben dass den jungen Mädchen in sittlicher Beziehung von Geschäftsin-habern und Angestellten empörende Zumutungen gestellt werden

Komischwirkte es, als die Rednerin mit Pathos bemerkte, das passiere auch Damen,die gesellschaftlich" über ihren Brotgebern stehen Und weiter sagte

sie:"

nicht eher die ihr

Der

" Und doch wird die Berufsklasse als solchegebührende" gesellschaftliche" Stellung einnehmen, bis nicht das ganzeGeschlecht die Anerkennung seiner Bürgerrechte durchgesetzt hat.notwendige Gemeinsinn soll( nach Frl Herrmann) den Handlungsgehilfinnenbeigebracht werden durch den Hinweis, dass sie als STANDESGENOSSINNENzusammen gehören.

Auch diesen Aeusserungen gegenüber haben wir XXXXXXW** dieAnschauung, dass klares Denken und Empfinden in diesem Kreis nochvollkommen fehlt. Ein wenig Umschau im praktischen Leben, in den eigenenReihen dürfte doch die Belehrung bringen, dass sich nach wie vor Bestehendes Hilfsvereins kein Arbeitgeber scheuen wird, die Verkäuferin XXXXX" standesgemäss" hungern zu lassen. Ebensowenig wie je einer von ihnenwenn ihm eine seiner weissen Sklavinnen gefällt diese fragen würdeehe er seine Verführungskünste anwendet, ob die Betreffende etwa" gesellschaftlich" über ihm steht.!

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Abgesehen von wenigen begünstigten Ausnahmen, gilt stets dieRegel: Wer nicht zur Klasse der Besitzenden gehört, der gehört zu den XXBesitzlosen, den Ausgebeuteten, und diese haben zusammenstehend nichtalleruntertänigst um höfliche Beachtung bei den oberen Zehntausend zubitten sondern die Rechte ihrer Klasse zu wahren. Nicht in Hilfsver-einen durch Palliativmittelchen, sondern in Kampforganisationen, dienicht nur für bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen energisch eintreten,sondern als Hauptziel die Umwandlung der kapitalistischen Produktionauf allen Gebieten erstreben.