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Erst die kapitasische Produktion und ihre gesellschaft-lichen Begleiterscheinungen haben die Bedingungen für diemoderne Frauenbewegung in ihren verschiedenen Richtungenausgelöst. Nichts ist törichter als die Behauptungenihrer männlichen Gegner, sie sei das Produkt einer Hand-voll hirnverbrannter Schachtel. Sie ist auch nicht dasWerk einiger starker Individualitäten. Die Frau der oberen Zehntausend ist frei weil sie einen gehörig gross enGeldsack besitzt(?) Dieser Geldsack verleiht ihr dieMöglichkeit ihre Individualität voll auszugestalten,ihre Kenntnisse auf allen Gebieten des Wissens zu erwei-tern. Aber diese Frau ist gewöhnlich dem Manne rechtlichunterworfen, in der Familie, die durch den Besitz mo-ralisch zersetzt worden ist. Wenn diese Frau in den Kampfeintritt, so tritt sie hier ein zur Sicherung ihresVermögens, sie hütet sich einzutreten für die politischeGleichberechtigung der Geschlechter.---- Der Kampf derFrauen des Mittelburgertums ist nichts als ein Kampffür die volle Gewerbefreiheit.--- Die proletarische Frausieht ihre Familie zersetzt durch das Ausbeutungsbedürfnisdes Kapitals. Der Kapitalist verwandelte sie in dieSchmutzkonkurrentin des Mannes, Kinder zarten Alterssind ausgebeutet worden, sie sind geopfert worden inXXXXMassen Die proletarische Frau kämpft nicht gegen dieMänner ihrer Klasse, sondern im Verein mit den Männernihrer Klasse gegen den Kapitalisten und gegen die KXXXXkapitalistische Gesellschaft
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Weil die bürgerlichen
Frauen in so schwacher und unklarer Weise für Reformengegen den Kapitalismus eingetreten sind, sind sie XXunsere Feinde. Jeder Pfennin, den die Arbeiterinopfert wir im Gegensatz zu den bürgerlichen Frauen--nicht vom Ueberfluss genommen, er kommt auf Rechnungder Not des Darbens. Der ganzen herrschenden Weltrufen wir entgegen: Ihr hemmt uns aber Ihr zwingt( Marie)
uns nicht!
In kurzen Zügen gab sie Aufschlüsse über die Löhne der weibl.Arbeiter die fast überall- auch bei gleicher Leistung- bedeutendniedriger seien, als die der Männer. Ganz besonders aber sei da-rauf hinzuweisen, dass auch hier, wie überall, die untergeordnetStellung, die man der Frau" von Rechtswegen" in Deutschlananweise, besonders bei Behandlung der Fabrikarbeiterin einetraurige Rolle spiele.Fabrikanten und Vorgesetzte in derFabrik glauben, wenn die Arbeiterin ihre Kraft hingibt, so hattsie auch die Pflicht ihre Ehre dem Unternehmertum zu opfern
Nicht minder schlecht, wenn nicht noch erbärmlicher, seies um die Heimarbeiterin bestellt, deren Löne meist noch niedriger seien als die der Fabrikarbeiterin und deren immer wei-terem Absinken nicht selten die Konkurrenz der Damen, die fürein Taschengeld arbeiten, die Schuld trage.
Frau Martha Rohrlack entledigte sich ihrer Aufgabe, über" die wirtschaftlichen und politischen Schwierigkeiten der ge-werkschaftlichen Arbeiterinnenorganisation" zu sprechen, wie
folgt:
Nicht nur infolge der vereinsgesetzlichen Schranken,sondern speziell durch die Auslegungskunst, die die Behördenan diesem Gesetz allerwärts den Arbeiterinnen gegenüber üben,seien nur zwei Formen geblieben, die Form der gewerkschaft-lichen Organisation und die Form der Frauenbildungsvereine.