Akte 
Publizistische Äußerungen
Entstehung
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Die gewerkschaftliche Organisation ist ungemein schwierig, speziellin der Haus industrie.Obwohl Tausende von Frauen gat nicht mehr fafähig sind den Groschen für die Organisation aufzutreie ban, mehrt/ sich dennoch die Schar der Frauene in den Gewerkschaften.Den/

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XXX Frauenbildungsvereine sind durch den Paragraphen 8 deGAA des Preuss.Vereinsgesetzes Schwierigkeiten entstanden undsie konnten deshalb nicht den Aufschwung nehmen, wie die burgerl.Frauenvereine. Durch die stets aus nichtigen Gründen erfolgtenAuflösungen der Frauenbildungsvereine( Gera , Halle, Düsseldorf ,Elberfeld , Köln , Weissenfels , Leipzig ) sei der proletarischen Be-wegung grosser Schaden zugefügt worden, indem man die Bildungs-quellen verstopfte.Tausende sind aber damit beschäftigt, den Schadeneder wett zu machen, zum endlichen Siege der Arbeit uns durch-ringen zu helfen.

Nachdem Frau Emma Ihrer in kurzen Zugen die Ent-wicklung der deutschen arbeiterinnenbewegung geschilderthatte, wurde die Diskussion eröffnet.

Frau Schlesinger- Eckstein sprach nicht als eigentlicheGegnerin. Sie hob nur hervor, dass Oesterreich auch bürgerl.von antkapitalistischer Gesinnung erfüllt é seien. Dasgeistige Elend der bürgerlichen Frau, der Mangel an gei-stiger Anregung worunter sie leide, dürfe nicht übersehenwerden. Die Rednerin bewundert die moralische Höhe desProletariats

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Zwei Ausländische Delegierte des Frauenkongresses, einePolin und die italienische Aerztin Dr.Maria Montessori nahmen noch das Wort und feierten die Sozialdemokratieals Vorkämpferin aller Unterdrückten. Frl.Montessori be-tonte besonders, dass ihr von sämmtlichen italienischenOrganisationen, die sie auf dem Kongress vertrete, den Berliner Genossinnen und Genossen brüderliche Grüsse zu übermitteln.

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Trotz wiederholter Aufforderun hatte keine der deutschenbürgerl.Katte keine der Frauen den Mut, zu den verhandeltenFragen Stellung zu nehmen. Totzdem recht viele von ihnenanwesend waren.

Nicht minder imposant war die 2.Versammlung am 25.Sept.Sie fand in Martens Saal in der Friedrichstr.statt. HunderteFrauen und Männer mussten umkehren, weil das Lokal längstvor Beginn überfüllt war.

Des fürchterlichen Gedränges und der Temperatur wegen, ge-stattete der überwachende Beamte die Tagung der Versammlungnur für eine Stunde. So dass Frau Lily Braun allein ihr Thema:" Frauenfrage und Sozialdemokratie" ausführen konnte(*)Man beschloss, die übrigen Referate in einer 3.Versammlung zuerledigen.

Diese dritte Versammlung fand am 27.Sept.abermals in derLips'schen Brauerei, statt und reihte sich ihren Vorgängerinnenwürdig an. Allerdings trug die Versammlung insofern ein andersGepäge, als in ihr die bürgerl.Elemente weniger stark vertretewaren.Viele der bürgerl.Frauen waren nach dem inzwischen er folgeten Schluss des Kongresses bereits abgereist, andere hatten.das Versammlungslokal nicht rechtzeitig erfahren.Dafür waren dedie Berliner Genossinnen und Genossen mindestens so Zahlreichanwesend, als in den voraus gegangenen Versammlungen.Es ist diesum so höher anzuschlagen, als die Versammlung in eine Zeit fiel,- 10 Uhr vormittag- in der die Frau besonders schwer von Hauseabkommen kann