Akte 
Manuskript "Frauen ihres Jahrhunderts"
Entstehung
Keine Angabe
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in Preußen; nur Bayern , Braunschweig und Mecklenburg teiltendiesen Ruhm mit dem stärksten deutschen Bundesstaat, währenddas Königreich Sachsen, die Herzogtümer Sachsen- Anhalt , Sach-sen- Coburg- Gotha, die Großherzogtümer Württemberg, Baden,Hessen und die Hansestädte diese einschränkenden Bestimmungenaufgehoben hatten und den Frauen eine Teilnahme an politischenVereinen erlaubten. Mit der Zeit war eine Lockerung der ein-engenden Bestimmungen auch in den Ländern der Reaktion nichtaufzuhalten. Aber erst am 15. Mai 1908 trat das neue Reichs-vereinsgesetz in Kraft. Mit ihm entfielen die einengendenBestimmungen für die Frauen. Es gab den Männern und Frauendas gleiche Recht der Teilnahme am Vereinsleben; das Wahl-recht erhielten die Frauen etwas mehr als 10 Jahre später,durch die sozialdemokratischen Volksbeauftragten der Revo-lution vom November 1918.

Dieses Buch kann nicht alle Frauen nennen, die vom vorigenJahrhundert bis 1933 gearbeitet und gestritten haben. Eskonnten nur einige typische Erscheinungen, aus der Reihe de-rer, die nicht mehr sind, herausgegriffen werden. Bis aufLuise Otto hat die Herausgeberin alle gekannt, die mei-sten persönlich, einige aus de- r Entfernung; mit anderen warsie eng in gleicher Arbeit und Anschauung, mit einigen dazuin schöner, menschlicher Freundschaft verbunden.

So sei denn dieses Buch den Frauen gewidmet, die hiernicht genannt wurden. Ihnen sei damit für unermüdlicheArbeit zum besten Aller ein Denkmal gesetzt.

Marie Juchacz

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