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*** 2.1865 finden wir sie mit Auguste Schmidt und Henriette Gold=schmidt bei der Gründung des" Allgemeinen deutschen Frauenvereins".Das geschah in Leipzig , wo man auch" Unterhaltungsabende für Frau=en der ärmeren Volksschichten" eingerichtet hatte; man wollte ihnenKulturwerte vermitteln, sie für wichtige praktische und sittlicheFragen interessieren. Man suchte von oben her zu helfen, aber wasman nicht versand, war das Denken und Fühlen der Arbeiterinnen.Die freien Gewerkschaften und die Sozialdemokratie lehrten dieFrauen vom" Frauenverein" bald, dass die" Befreiung der Arbeiter"nur das Werk der Arbeiterklasse selbst sein kann te. Das entsprachdem Fühlen und Denken der Arbeiterinnen mehr, als dix herablassendeFürsorge. Die Arbeiterinnenbewegung fand Halt und Stütze in denGewerkschaften und in der SPD , Luise Otto- Peters aber in der Frau=enbewegung, die ihren eigenen Bildungsansprüchen mit zunehmendemAlter mehr entsprach. Ihre Liebe und ihr Verständnis aber galt
auch weiterhin den Arbeiterinnen, das zeigt uns ihr Interesse an derLage der Arbeiterin auch in späterer Zeit.