Akte 
Manuskript "Frauen ihres Jahrhunderts"
Entstehung
Keine Angabe
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Aufklä-

der Verein auf mehrere tausend Mitglieder. Sein Programmwar realistischer als das seines gescheiterten Vorgängers,man spürt den starken Einfluß gewerkschaftlicher Gedanken-gänge. De verlangt: Hebung der geistigen und materiellenInteressen der Mitglieder, Besserung der Lohnverhältnisse,gegenseitige Unterstützung bei Lohnstreitigkeiten,rung durch fachgewerbliche und wissenschaftliche Vorträge,Gründung einer Bibliothek, Pflege der Kollegialität durchgesellige Zusammenkünfte, Errichtung eines Arbeitsnachweises.Bald entstanden Zweigbereine in anderen größeren Städten.Wurde die wachsende Bewegung dem Staat gefährlich? Das Fall-beil des preußischen Vereinsgesetzes sauste herunter, derVerein wurde am 1. Mai 1886 aufgelöst, die leitenden Frauenunter Anklage gestellt und bestraft. Nichts an dem Vereinwar politisch gewesen. Wodurch waren die Frauen so staatsge-fährlich? Sie ahtten mit einigen einsichtigen Arbeitgeberngute Vereinbarungen über Löhne getroffen; sie strebten sau-bere Werkstätten an, mit Waschvorrichtungen und anderen Ver-besserungen der Hygiene, und sie hatten darin auch einigeserreicht. Sie wollten Schutz vor Schmutz, Staub und gewerb-lichen Giften und vor Unfallgefahren. Deshalb forderten sieeine gewerbliche Fabrikinspektion, an der die Arbeiterinnenbeteiligt sein sollten. Man wünschte auch den Schutz schul-pflichtiger Kinder vor Ausbeutung. Man bemühte sich in einerPetition, zu Gunsten der Heimarbeiterinnen einen geplantenGarnzoll zu hintertreiben. Dies und vieles andere taten undwünschten die Frauen.

Inzwischen waren die Gewerkschaften trotz des Ausnahme-gesetzes- neu erstarkt. 1889 fand in Paris ein interna-tionaler Arbeiterkongress statt, zu dem die Berliner Arbei-ter Emma Ihrer abordneten. Das war der Kongreß, derauch die Arbeitsruhe am 1. Mai beschlossen hat. Es wurdeein großes Erlebnis für Emma Ihrer , und sie kam mitneuem Mut zu ihren Genossinnen zurück. Sie machte den Vor-schlag, die Frauen versuchsweise, wenn auch in losesser Formwieder zu organisieren. Es geschah, aber nach kurzer Zeitwar auch diese Organisation wieder aufgelöst. Schließlichgründete sie eine Zeitschrift" Die Arbeiterin", die ab1891öglicht durch.I Veranda and wewurde es zweckmäßig:die

des

" Die Arbeiterin" in Stuttgart herzustellen, wo unter dertatkräftigen und opferwilligen Leitung des Verlegers

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