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Nähmaschine sowohl ihre Mutter als auch die Familie ihresBruders zu ernähren. Sie war, zusammen mit Pauline Staege mann , die treibende Kraft bei der Gründung eines Vereins derMäntelnäherinnen. Beide waren sie auch beteiligt am Werdeneines Arbeiterinnen- Vereins" Berlin- Nord" eines Zweig-
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vereins des Berliner Vereins zur Vertretung der Interessender Arbeiterinnen. Die Entfernungen in Berlin waren zu groß,als daß ein Zentralverein interessierten Frauen hätte er-fassen können. Bei den Vereinsmitgliedern und den Genossenwar Agnes Wabnitz beliebt; sie konnte packend und überzeu-gend reden, wußte viel und lernte hinzu, was sie nicht wuß-te sie hätte eine ganz besonders wertvolle führende ge-nossin sein können. Aber ihr empfindliches Temperament ließsie die Folgen des Kampfes, die Gefängnistrafen, so schwerempfinden, daß sie seelisch und körperlich stärker darunterlitt als andere. Ihre Nerven waren der polizeilichen Schi-kene der Bismarckzeit nicht gewchsen. In der Nervenabtei-lungder Charité machte sie einen vergeblichen Selbstmord-versuch, und als nach ihrer Freilassung die behördlichenVerfolgungen nicht aufhörten, versagte ihre Kraft and siemachte ihrem Leben auf dem Friedhof der Märzgefallenen einEnde. Ihr Grab wurde vollständig mit Blumen zugedeckt vonden Tausenden, die ihr das letzte Geleit geben. Und langenoch legten die Berliner Arbeiter alljährlich, wenn man am18. März- der Pauline Staegemanns Geburtstag war- derMärzgefallenen gedachte und ihre Gräber schmückte, auchAgnes Wabnitz Blumen aufs Grab.
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Pauline Staegemann's ungeheure, stets gleichbleibende Ak-tivität und ihr Interesse an allen Fragen des Sozialismusbrachte sie in Verbindung mit vielen Berliner Arbeiterfüh-rern der damaligen Zeit. Bei allen war sie geschätzt und ge-achtet, um ihrer Leistungen willen und auch, weil ihre Artmit Menschen umzugehen ihr Vertrauen und Freundschaft ge-wann. Sie schloß sich leicht auf, das war ein Glück für sieselbst und für die Arbeit, die sie zu leisten sich vorge-setzt hatte, Zwar ist von ihren 4 Kindern nur ihre TochterElfriede, ihr drittes Kind, ihr auf dem politischen Weg ge-folgt, trotzdem hat das Familienleben nicht unter ihrer po-litischen Arbeit gelitten. Das zeigen auch die Worte ihresEnkels:" Der Urquell ihrer Tätigkeit war soziales Mitempfin-den, und sie hat ohne die heute üblichen, damals noch fehlen-den Schulungsmöglichkeiten ihre Arbeit geleistet.
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