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Es war zu Anfang nicht meine Absicht in diese Reihe sozia-listischer Frauengestalten auch Gertrud Guilleaume S cha ckaufzunehmen aber auf den Spuren unserer Vorkämpferinnen imletzten Drittel des vorigen Jahrhunderts stieß ich immer wie-der auf das Wirken dieser warmherzigen, klugen und tapferenFrau. Ihre Wirksamkeit innerhalb der sozialdemokratischenFrauenbewegung war kurz. Sie konnte nicht länger sein, weilihre persönlichen Lebensumstände nicht erlaubten, in ihremGeburtslande zu bleiben, denn sie verlor durch Eheschließungihre Staatsangehörigkeit. Wir wissen nicht, in welchem Jahrdie Tochter des schlesischen Grafen Schack geboren wurde undauch nichts über ihre Kindheit und Jugend. Wir wissen nur,daß sie auf einer Reise einen Schweizer Künstler kennenge-lernt und geheiratet hatte und mit ihm nach Paris ging.
durch den Geist-In Paris war Gertrud Guilleaume S chacklichen Fallot auf das französische System der" Reglementie-Sie em-rung der Prostitution" aufmerksam gemacht worden,pfand es mit ihm als ein großes menschliches Unrecht, daßdie Frauen, die sich, sei es aus Not, sei es aus irgendwel-chen immer menschlich tragischen Gründen prostituierten,Gesundheits-unter eine polizeiliche/ Kontrolle gestellt wurden. Ja, daßman sie vielfach kasernierte, während allen Menschen selbst-verständlich war, daß die Männer sich ohne polizeiliche Kon-Diese gesetzliche Rege-trolle der Prostitution bedienten.
lung hatte von je her und in allen Ländern den Zweck, die Be-völkerung vor Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten zu schüt-zen, nur wurde dieser Zweck auf die Weise niemals and nir-welche Ver-gends erreicht. Einseitig angewandte Kontrolle
achtung des kontrollierten Teils spricht sich darin aus-kann garnichts ausrichten und zeigt nur eine aufreizenden Ungerechtigkeit. Doch müssen wir hier darauf verzichten, dasProblem in aller Tiefe darzulegen, eine Andeutung aber warnötig, um das Leben und wirken der G.S. Schackstehen.
zu ver-
Sie wurde in Paris nicht nur auf das System der Reglementie-rung aufmerksam, sondern sie erfuhr auch von den Bestrebun-geh, die in England gemacht wurden, um diese schmachvollenZustände zu ändern. Mrs. Josephine Butler , die Gattin einesenglischen Geistlichen, war die erste Frau der Welt, die dieses schwärzeste Kapitel menschlich- gesellschaftlicher Ent-