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niemals von ihrer großen Freude am Schaffen und Gestaltenverlassen. Sie war bis zu ihrem Tode von einem Kranz vonFreunden, von Kindern, Enkeln und Urenkeln umgeben. Siemußte bei Lebzeiten manchen lieben Freund hergeben, so s.B.auch Natalie Liebknecht und Julie Bebel . Sie selber wurdevon Alter nicht geschreckt. Der Reichtum ihres Lebens ge-stattete ihr immer wieder eine Erneuerung, die sie beglük-kend fühlte. Aus diesem Reichtum ihres Inneren hat sie ge-schöpft, um dem Proletariat von damals und besonders seinenFrauen davon abzugeben und selber beim Geben immer reicherzu werden.
" Sprich, wie Du Dich immer und Immer erneust?"
Kannst's auch, wenn Du immer am Großen Dich freust.Das Große bleibt frisch, erwärmend, belebend;im Kleinlichen fröstelt das Kleinliche bebend.
J.W.Goethe
Literatur: Aufsätze in" Neue Welt"," Neue Zeit" und" Vorwärts" aus den Jahren 1907 bis 1912.
Sozialdemokratischer Parteitag, abgehalten 1892 zu Berlin .Es ist die Jahrestagung der Partei nach dem Fall des Sozia-listengesetzes. Eine Frau unter den Delegierten fällt aufdurch ihr Temperament, aber auch durch die Klaugheit dessen,was sie sagt." Wer ist das?"" Klara Zetkin "." Aha- dieArbeiterin und die Frauenfrage der Gegenwart!" Dies istdie Broschüre, mit der Clara Zetkin seit 1889 in weiten Krei-sen der Arbeiterbewegung bekannt geworden ist. Die Teilnehmeran internationalen Kongressen allerdings kennen sie nichtnur durch die Lektüre dieser grundlegenden Schrift, sie habensie auch ebenfalls 1889- beim internationalen Arbeiter-kongreß in Paris gesehen, wo sie ein Referat über die Frageder Frauenarbeit gehalten hat, das zu dem Beschluß führte:
" Der Kongreß erklärt, daß es die Pflicht der Arbeiterist, die Arbeiterinnen als gleichberechtigt in ihreRiehen aufzunbbmen and fordert prinzipiell glithheLöhne für die gleiche Arbeit für die Arbeiter beider-lei Geschlechts und ohne Unterschied der Nationalität