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keit in die sozialdemokratische Frauenbewegung. Die Zentralver-trauensperson( Ottilie Baader ) berief in November 1907 eine Außerordentliche Frauenkonferenz nach Berlin ein, die sich noch einmalganz speziell mit diesem Fragenkomplex beschäftigte. Es zeigtesich in der Debatte ganz klar, daß die Bewegung nur dort Erfolgehaben konnte, wo die Sozialistische Frauenbewegung bereits einegewisse Höhe erklommen hatte. Die zentrale Zusammenfassung derOrganisation mit den dazu gehörenden Aufgaben, z.B. Schaffungeines allgemeinen Dienstvertrages, Errichtung eigener Stellennach-weise( in Ermagelung amtlicher), die Schaffung eines Informations-Organs u.a. waren nach Ansicht der Frauen sehr akut. Bas- geschEine fünfgliederige Kommission sollte diese Zusammenfassung undden Anschluss an die Generalkommission einleiten; das geschah.Auf dem Gewerkschaftskongreß in Hamburg 1908 hielt dann Helene Grünberg ein ausführliches Referat, auf das hin eine Resolutionangenommen wurde, die die Bahn für alle organisatorichen Arbeitenfür die Selbsthilfe der Dienenden frei machte. 1907 hatte Helene Grünberg durch das Vertrauen ihrer Nürnberger such die Freude,an der Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Stutt gart teilzunehmen. Ein Jahr später tagte af de die Deutsche So-zialistische Frauenkonferenz in Nürnberg und kam zu fünf Forde-rungen in der Dienstbotenfrage, wie sie 1907 auf der außerordent-lichen Konferenz vorgeschlagen worden waren.
Als nach dem Kriege die Erste Nationalversammlung berufen wurde,gehörte auch Helene Grünberg dazu. Auf dem Parteitag und auf derFrauenkonferenz in Kessel 1920 wandte sie sich leidenschaftlichgegen die Anwendung der Verordnung des Demobilmachungsamtes, nachder die verheirateten Fabrikarbeiterinnen zu tausenden aus derfür sie so bitter notwendigen Erwerbsarbeit gedrängt wurden. Sieplädierte für endlich/ Zulassung der Frauen zu den Gewerbe- undKaufmannsgerichten, wogegen sich die bürgerlichen Vertreter inder Nationalversammlung ausgesprochen hatten, zunächst mit ErfolgIhrer Meinung nach waren die Frauen darauf noch nicht vorbereitet.Helene konnte dem das Nürnberger Schiedsgericht für Hausangestell-te entgegenhalten, das nur weiblich besetzt war. B==Dann wurde es still um Helene Grünberg . 1923 and 1924 zeigte sichSymptome einer Nervenerkrankung, die man anfänglich für Ermüdunghielt. Aber es war ein ernstes Leiden, das sie 1924 in den Ruhe-stand zwang. Am 7. Juli 1928 setzte sie diesem Leiden selber eindar Ende. Ihr Leiden machte ihr offenbar das Leben unmöglich.Literatur: Protokolle der Parteitage u. Frauenkonferenzen,Mannheim 1906, Nürnberg 1908, Kassel 1920
Paul Bartel, Handbuch der Deutschen Gewerkschaftskongresse,Auszüge aus Nürnberger Arbeiterbewegung v. 1868- 1908 v. Gg.GärtnJahresbericht d.Nürnberger Arbeiter