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Von Anbeginn dieses Interesses an, bekannte sie sich zurSozialdemokratie.Während des Krieges( 14-18) arbeitetesie in München als Armen- und Waisenrätin. Daher konntesie bei Ausbruch der Revolution Mitglied des Landesar=beiterrates, Vorsitzende des Ortslehrerrates und des Bundedes sozialistischer Frauen sein. Toni war ein treuerFreund; wenn sie sich jemanden angeschlossen hatte, hieltihre Freundschaft allen Stürmen stand ,. Ihr Grundsatz wardaß man nicht aufhören dürfe, das Band einer einmal ge=knüpften Freundschaft festzuhalten. Wenn man an dem Andernetwas entdecke, was einem als menschliche Schwäche er=scheine, dann müsse man ihn umso lieber haben. Diese Lie=be, die sie für einzelne Menschen aufbrachte, hatte sieauch für die ganze sozialdemokratische Partei.Sie sahauch hier manches, was sie anders wünschte und sie hattedafür immer eine geschichtliche oder in der Erziehungliegende Erklärung. Sie liebte diese große Bewegung undihre Menschen- und sie verstand sie. Kein Wunder, daß ihDenken und Fühlen sich in ihres Art ausprägte und ihrdie Herzen gewann.
Ihre Partei und Parlamentsarbeit war dank ihrer Klugheitund ihrem Fleiß von allergrößtem Wert. Sie hatte eine,vielleicht ererbte, besondere Begabung für juristischesDenken. In der Nationalversammlung nahm sie am neu ent=stehenden Verfassungswerk lebhaften Anteil. Im Reichstag war sie x* x* x* x* x* x***** r Schriftführerin im Justizaus=schuß, dessen Vorsitzender, der Strafrechtler ProfessorWilh.Kahl auf ihre Mitarbeit den allergrößten Wert legte.Man sagt, er sei sichtlich nervös geworden, wenn dieSchriftführerin nicht gleich zur Stelle war. Prof.Kahl,ein überaus menschlicher und gütiger Gelehrter, arbeitetean einem neuen Strafrecht, einem bitter notwendigen Werk,dem seine ganze Kraft galt, dessen Vollendung aber durchdie Machtergreifung" des Nazismus verhindert wurde.Mit diesem Werk wäre auch Toni Pfülfs Name verbunden gewesen,dexжren parlamentarische Tätigkeit zu einem wichtigen Teider Vermenschlichung des Strafvollzugs gewidmet war. Auchan Vorlagen zur Schulgesetzgebung, zum Familienrecht undzur Jugendfrage arbeitete sie mit.
Zu denselben Fragen nahm sie auch innerhalb der Parteidas Wort, und die Parteitags und Frauenkonferenzprotokollezeigen uns, wie sie oft für Ideen eintrat, um deren Ver=wirklichung wir heute noch- oder wieder- ringen. Dazu gehörtdie" Gleichberechtigung der Genossinnen untereinander", dian der Schüchternheit und dem gegenseitigen Mißtrauen derFrauen zu scheitern drohen, dazu gehört das Eintreten fürweltliche" Einheits"-besser" Gemeinschaftsschule" und da=zu gehört vor allen Dingen unser Einfluss auf die Eltern=organisationen der Schule, der heute leider wie damals zuwünschen übrig läßt." Ich ahlte es für eine große Unter=lassungssünde der Parteiorganisation draussen кxim Lande,dass sie sich den Einfluss auf die Elternorganisation hatentgehen lassen"-sagte Toni Pfulf. Ihre Kritik entsprangeiner wohlwollenden Haltung, die die Selbsterkenntnis unddas Verantwortungsgefühl wecken und den Fortschritt herbeführen will. Aus diesem Gefühl heraus schrieb sie bei ei=
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