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gälte Front zu machen gegen den Geist, der die Unterstützungempfangenden Kriegerfrauen wie Ortsarme behandeln wolle. InBezug auf die sozialistische Frauenarbeit stand sie auf demStandpunkt, die Zusammenarbeit mit den bürgerlichen Frauennicht ganz zu verneinen. Ihr wichtigster Beitrag zu unsererSache neben iher aufopfernden Tätigkeit in der Arbeiter-wohlfahrt, in- g in Jugend- und in Fürsorgearbeit-war, daßsie einen Weg zur Gestaltung des äußeren Lebens der Arbeiter-familie wies. Ihr Vater hatte gr ihr etwas von seiner gedie-genen handwerklichen Begabung, seinem Schönheitssinn und sei-nem Kulturinteresse vererbt, denn Elisabeth richtete sich nachdem Grundsatz( den auch der Deutsche Werkbund proklamierte)" Was schön ist, muß auch zweckmäßig sein, und nur das Zweck-mäßige ist wirklich schön". Nach diesem Grundsatz machte sieihre Vorschläge zur Wohnungskultur, und warb in Wort undSchrift bei den Genossinnen für Einfachheit und Klarheit derLinienführung. In Schrift, das war eine Zeitschrift" Die Frauund ihr Haus", die von der Werbetselle für Deutsche Frauen-kultur Köln herausgegeben wurde. Elisabeth hatte den Plan, dasMaterial, das ihr durch die Mitarbeit an der Zeitschrift zurVerfügung stand, für eine Beilage zur" Gleichheit" auszunutzen,und Clara Bohm- Schuch war damit einverstanden. Aber auch wenndie alles verschlingende Inflation nicht diesem Beginnen einfrühes Ende gesetzt hätte, waäre es eine sehr mühevolle undwahrscheinlich erfolglose Arbeit geworden. Bie Arbeiterfrauwar noch zu wenig vorbereitet, um sich für das Einfache, daszweckmäßig Schöne zu entscheiden. Für zu Viele war noch immerdie falsche Pracht der Gründerjahre, die Pracht aus zweiterHand eine Verlockung, weil es die einzige Pracht, der einzigeSchmuck war, den sie kannten. Die Zeit war zu kurz, um inden aus dem Dunkel der Lohnknechtschaft aufstrebenden Schich-ten Sinn für Form und Maß zu erwecken.
In sich selbst hatte Elisabeth diesen Sinn zu schöner Vollendundung entwickelt, und teilte ihrem engeren Freundeskreis davonmit. In ihrem schlichten Arbeitszimmer hatte sie eine erlesenekleine Bibliothek, Kunstmappen und Notizen gesammelt. Aufihren Reisen, die ja meist politischen Zweck hatten, versäum-te sie nie, eine Stunde für sich allein in einem Museum, einemDom, einer Kunststätte zu verbringen, wo immer eine war. 49991919 schickte die sozialdemokratische Partei des Rheinlandesdie 31 jährige in die Nationalversammlung nach Weimar , späterin den Preußischen Landtag . Außerdem wurde sie in Köln als