Akte 
Manuskript "Frauen ihres Jahrhunderts"
Entstehung
Keine Angabe
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anerkannte war- und auch nicht sein konnte- mußte von den El-tern" ls Familienschule" gemeldet werden und einer der Vätermußte den Vorsitz übernehmen. Nur er konnte mit den Behördenverhandeln. In dieser Familienschule, die aus echtem Interesseentstanden war, hatte man Vertrauen zueinander und zu der Lei-terin, in deren Wohnung die Sprechstunden für Eltern, Schüle-rinnen und Lehrer stattfanden. Die Eltern waren einverstanden,daß Frau Wegscheider auch dann weiter unterrichtete, als sie ihrzweites Kind erwartete, je sie versprachen sich erzieherischenund sittlichen Gewinn für ihre Töchter. Die Schulaufsichtsbehör-de war anderer Ansicht:" Aus Gründen der Sittlichkeit" wurde derLeiterin das Unterrichten verboten, und um die Schule nicht zugefährden, gab Hilde Wegscheider nach. Die freie Zeit, die sienach der Geburt des zweiten Kindes noch hatte, konnte sie alsDozentin an der Humboldt- Akademie verwenden. Beim sozialistischeFrauenkongreß in Berlin 1904 kam Hilde Wegscheider durch denplötzlichen Tod der Referentin für die Alkoholfrage dazu, zumersten Mal vor einer großen Menschenmenge zu reden. Es wurde,obwohl sie sich nicht hatte vorbereiten können,- ein großer Erfolg und der Beginn einer langen Laufbahn als Referentin derPartei. Allerdings auch der Anfang vom Ende ihrer Ehe. Die agi-tatorische Tätigkeit ließ sich viel weniger mit Haushalt, Wheund Mutterschaft vereinigen, wie die paar Schulstunden. Das Ehe-paar versuchte noch eine Weile die the zu halten, aber in dasLeben des Mannes trat eine andere Frau, und so gingen sie aus-einander. Ihre Kinder nahm sie mit. Sie holte das Examen für dasLehramt an höheren Schulen nach und nahm eine Stellung in Bonn an einer Mädchenschule an. Sie hat in dieser Stadt mit Zentrums-mehrheit kein Hehl aus ihrer Mitgliedschaft bei der SPD gemacht ,;man wählte sie trotzdem, and daß sie nicht in öffentlichen Ver-sammlungen reden dürfe, sah sie ein; es gab in Jugendveranstal-tungen und in Gewerkschaftskursen genug zu tun. Ihre Abstinenz-arbeit ließ sie auch am Rhein nicht im Stich, obwohl sie dortschwieriger war als anderswo. Sie beschäftigte sich wissenschaftlich mit der Alkoholfrage, aber auch vor ganz praktischer Arbeitauf diesen Gebiet scheute sie nicht zurück: so las sie eines Ta-ges eine betrunkene Frau von der Straße auf, badete sie in dereigenen Badewanne and steckte sie in ihr eigenes Bett. Das aberwar für ihre Jungens zu viel, und sie sah es auch ein. be- derEriegasus brachy

ls der Krieg ausbrach, waren beide Söhne noch zu klein, um mit-zuziehen; zum Schluss aber wurde der Älteste noch Soldat, er übe