Akte 
Manuskript "Frauen ihres Jahrhunderts"
Entstehung
Keine Angabe
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Gemeinde" als Mitglieder bei, wo man natürlich auch Sozialdemokratentraf. Eines Tages war der Vater in eine Versammlung gegangen, in derAugust Bebel sprechen sollte. Sie wurde zwar aufgelöst, aber Vater BBaader hatte doch in Bebel den" einfachen, schlichten Handwerker" er-kannt.Als Ottilie ihn dann in der Folge bat, ihn doch кXX in eineVersammlung begleiten zu dürfen, rede te er dagegen.Es seien doch garkeine Frauen dort.Man würde sie bestimmt nicht hinein lassen. Schliesstionwurde sie dann aber doch" mitgenommen". Später:

" ich hatte mich allmählig von meinem Vater etwas freier gemacht.Das war nicht ganz leicht. Ich hatte gelernt mir meine Meinung zubilden. In eine Versammlung durfte ich noch immer nicht alleingehen..... Da hörte ich eines Tages dass die Schäftemacher.... eineVersammlung hatten.Ich hatte plötzlich einen energischen Augeh-blick:" Ich gehe heute in die Versammlung...." Diese Energiemuss meinen Vater vollkommen überrascht haben......"

Bedenken wir, dass Ottilie sicher 32 oder 33 Jahre alt war, als das pas-sierte. Sie erzählt uns dann, wie der Redner( nicht Disch nicht Fleisch)allgemein nicht gefiel.Eine Frau an ihrem Tisch bedauerte dass VaterBaader nicht da sei, um ihm Bescheid zu sagen.Ottilie sagte, das könnesie auch, mit den Hirsch- Dunkerschen wisse sie ganz gut Bescheid. Stillstand eine andere Frau vom Tisch auf und ging nach vorn. PlötzlichUndwurde Ottilie vom Vorstandstisch aus, das Wort erteilt.(?) sie redete,der Vorsitzende attestierte ihr, dass das das einzig Vernunftige gewesensei Sie wurde angleichen Tas noch in eine Kommission gewählt und fand sich amDossammlung

Σ

Was gesagd

wurde

Neues

nächsten Tag in der Zeitung mit ihrem Namen wieder gegeben. Das Eis war

ging

gebrochen. Von nun ano es schnell aufwärts, der Vater hat nichts mehrist Stolz and seine Toolites

gegen ihre Selbständigkeit Sie ist in Kommissionen, leitet Versammlungenund beteiligt sich an allen möglichen Arbeiten, in Kürze ist sie einebekannte Funktionärin. Es habe aber noch eine Weile gedauert sagt sie,bis sie sich an selbständige Vorträge gewagt habe. Aber am 5.und 6.Febr.1895spricht sie zugleich mit August Bebel , Wilhelm Liebknecht , Emma Ihrer zusammen in zwei Riesen versammlungen in Berlin , zugunsten desFrauenwahlrechtes. Wir sehen hier, dass sie eine anerkannte Rednerin ist.

Schon

In diesen Jahren hatte sie als Rednerin- schon ein gutes Stück DetaDeutschlands gesehen. Das waren für sie zugleich grosse Möglichkeiten

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