Akte 
Manuskript "Frauen ihres Jahrhunderts"
Entstehung
Keine Angabe
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fast immer unter dem Eindruck, zurückgesetzt, nicht genügendanerkannt zu sein. Das kam in ihren Briefen, oft auch inschriftlichen Arbeiten und dort, wo sie das Wort nahm,

immer wieder zum Ausdruck. Sie kämpfte sichtlich mit zweiStrömungen in sich selber. Selbst ein Mensch mit einemgroßen Bildungsgut, trat sie überall für die Vermittlunggrößerer Bildungsmöglichkeiten für Angehörige der arbeitendenSchichten ein. Und doch betonte sie immer eine ihr fühlbareKluft. War Anna Blos besonders ehrgeizig? So sagte man.Ein berechtigter Ehrgeiz ist durchaus anzuerkennen, aucher ist eine treibende Kraft und hat dann seine Berechtigung,wenn dahinter das entsprechende Können steht. Und Anna Blos konnte viel, sie wußte sehr viel, sie hatte die Fähigkeiten,ihre Gedanken zu entwickeln, sie formvollendet auszusprechen,sie auch niederzuschreiben. Daraus entstand ihre Arbeitfür die Bewegung und Allgemeinheit, auch Anerkennung,und zwar mit Resultaten, die auch das, was man Ehrgeiznennt, vollauf befriedigen konnten. Das konnte es eigentlichnicht sein, was sie oft so unglücklich erscheinen ließ.Aber irgendwie muß sie sich doch verlassen und fremd gefühlthaben in der Arbeiterbewegung, die sie doch so sehr geliebthat und der sie bis zu ihrem Tode treu geblieben ist. Sehroft erinnerte sie sich an das Schicksal von Lily Braun und bezog es auf sich selbst. Die Fraue, die sich( soerkannte Anna Blos es selbst) zwar genial genug, aber gemäßihrer starken Individualität doch nicht hatte einreihen könner

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