Bohm- Schuch 7.
Naises
stellten.Grosses Erstaunen zeigten die anwesenden bürgerlichen Parla-
mentarier darüber, dass in dieser Versammlung, die von Frauen aller Rich-ihre Forderungen/tungen veranstaltet worden war, die Sozialdemokratinnen/ so gewandt undformgerecht vertraten.--- Am 26.0kt. aber war im Vorwärts unter dem Titel:" Die Frauen und der Friede" ein Aufruf erschienen, der die Unterschrift
von Clara Bohm- Schuch , Elfriede Ryneck und Wally Zepler trug. Dort hiess es:
" Die Arbeiterschaft wird heute zum grössten Teil durch Frauenrepräsentiert. Wir fordern den Frieden und werden uns jedemVersuch, ihn hinauszuzögern, entgegensetzen."
Als uns Frauen dann am Ende des Krieges das Wahlrecht gegeben wurde,schickte die perliner Wahler Clara Bohm- Schuch in die Nationalversammlung .Zum 1. Reichstag wurde sie dann in Berlin gewählt.
für sie/
Die Arbeitsgrundlage war nun breiter/ geworden. Bald danach nahm sie als
neue Arbeitsbürde
die3
die Redaktion der" Gleichheit" auf sich. Das war keineleichte, vor allem keine dankbare Aufgabe. Die Gleicheit hatte zahlenmässigsehr stark unter der Spaltung und der Kriegszeit gelitten. Die hohe Abon-nentenziffer von ehemals, an der neben der Parteiorganisation auch die Ge-werkschaften als Grossabnehmer beteiligt gewesen waren, war bis auf einenRest zusammen geschmolzen. Die neuen Werbemöglichkeiten hatten sich grund-legend verändert. Daran konnte auch der hohe geistige Stadart der ZeitschriftWeinar 1919 undnichts ändern.Auf der Frauenkonferenz und dem Parteitag zu Magdeburg ( 1920)begründete Clara die Wichtigkeit einer solchen Lektüre, um die Frauenbewe-gung und die Gesamtpartei fähig zu machen, den neuen Anforderungendie Gleichberechtigung der Frau aufwarf, erfüllen zu können. Sie war mit jederder Art und Weise eine standen, die technisch und finanziell durchführbarenwaf, um zu ihrem Teil an den Schulungsarbeiten erfolgren mitzuwirkenHinter ihren klugen und warmen Worten, sah man deutlich die Persönlichkeit,der es nicht um sich, sondern um die Sache ging.Und die auch furchtlos sagt,was sie denkt, auch wenn sie weiss, dass es den Hörern nicht alles genehmsein mag.-- So absolut leicht hatten auch wir sozialdemokratischen Frauendieser Zeit es nicht. Jede neue Zeit ist auch zugleich eine Lehrzeit.Clarasah auch für die Arbeiterbewegung - die Veränderung der allgemeinen politi-schen Aufgaben und ihrer Lösungsmöglichkeiten. Sie sah das Primat des Wirt-
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