Akte 
Manuskript "Frauen ihres Jahrhunderts"
Entstehung
Keine Angabe
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Bohm- Schuch 8.

schaftlichen und Sozialen und dies nicht nur auf der nationalen, sondernauch auf der internationalen Ebene. Vom Frühjahr 1919 bis zum Herbst 1922hat sie die" Gleichheit" vorbildlich redigiert. Dann machte der Parteivor-einen Versuch mitstand

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jahrelangem Drängen von aussen her folgend

einer anderen Zeitungsform, an dem sich Clara nicht beteiligte.

Organisations /

Sie hatte überreichlich/ arbeit, gehörte längst zum" Reichausschuss fürdem/sozialistisches Bildungswesen, dann später auch HM/" Sozialistischen Kul-turbund" an. Das hiess für sie in jedem Fall: Ideen haben, sie entwickelnund vertreten, das hiess sehr, sehr aktiv sein. Und ihre parlamentarischeTätigkeit war umfangreich. Im Mai 1919 wurde sie von der Sozialdemokra-tischen Fraktion der Nationalversammlung dazu bestimmt, in der grossenDie Unterzeichnung/Sitzung, die in der Aula der Berliner Universität, zu sprechen./des Frie-stand bevor. Neben dendensvertragsXNXXMännern, die in feierlicher Weise dieMeinung des deutschen Volkes zum Ausdruck bringen sollte, sollten auchFrauen gehört werden. Clara Bohm Schuch sagte u.a. dort:

" Die Frauen aller Länder haben während des Krieges Unsagbares ge-litten, Alle, welche Sprache wir auch sprechen, trugen die schwereSorge um das Leben unserer Lieben, die im Felde standen. Alle trugenwir das bittere Weh, dass Menschen von Menschen getötet wurden, undsie waren doch alle Söhne von Müttern, und alle von Frauen geboren.Das Leid der Frauen war international, solange der Krieg tobte......beschwor sie/Clara appelierte an die Menschlichkeit der Entente- Regierungen,/ mit derPolitik des/Hungers aufzuhören.-- Von 1920 bis 1933 gehörte sie dem Präsidium desReichtages als Schriftführerin an. Sie war Mitglied des parlamentarischenAusschusses" Zur Erforschung der Kriegsschuld", von 1928-1930 hatte siedort den Vorsitz. Seit 1924 widmete sie einen grossen Teil ihrer Zeitund Kraft den Beratungen des" Hauptausschuss" des Reichstages, dessen einzigesweibliches Mitglied sie gewesen ist. Sie fand noch-nebenbei- Zeit, um ge-legentlich an den Beratungen des sozialpolitischen Ausschusses teilzuneh-

, wenn z.B.Fragen des Mutterschutzes beraten wurden, oder im Ausschussfür" Bevölkerungspolitik, Bals das" Gesetz zur Bekämpfung der Geschlechts-krankheiten" beraten wurde, wo es um die Frage: 16" Bordellirung oder sozi-ale Massnahmen" ging. Auch im Jugendwohlfahrtsausschuss konnten wir sie of

sehen.