Akte 
Manuskript "Frauen ihres Jahrhunderts"
Entstehung
Keine Angabe
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Bohm- Schuc 9.

1933. Hitler war Reichskanzler geworden. Der Reichstagsbrand- eine lohendeFackel- hatte uns die Stunde angezeigt. Hatten es Alle erkannt? Leidernicht. Der Terror, der IKEEX längst tobte, hatte sich grauenhaft verstärkt.Unter den Opfern der Nacht vor der Reichstagssitzung hatte sich auch FrauMarie Jankowski, eine Stadtverordnete aus Köpenick befunden.Sie war so zer-schlagen, dass sie IEX im Morgengrauen nur unter grössten Qualen bis zuihrer Wohnung kam. Dort hatte sie noch soviel Kraft/ ihre Kinder auszu-schicken, um die Menschen zu warnen, deren Name bei der Exekution gefallenwar.Erst dann schickte sie zum Arzt. Ihr war befohlen, sich am Abend an einerSonst würde sie geholt:/bestimmten Stelle zu melden/ Sie kam einige Tage später ins Krankenhaus.

Von dort brachten sie tapfere Menschen an einen Ort, der im Augenblick nochsicher erschien. Einige Zeit später starb sie, wahrscheinlich an den Folgender Nierenverletzung. Als sich der Reichstag im Plenarsaal der Krolloper( es waren hunderte,--unter bewaffneter Besatzung durch SS und SA- Zusammenfand, hatten sicheinige Frauen unter dem Eindruck der Kunde verständigt. Sie schriebenjede für sich zu einem vorhandenen Protokoll oder einer Darstellung dermit dem Ersuchen,Misshandlung einen persönlichen Brief/ gasaganaan dafür zu sorgen,dass die misshandelte Frau in Ruhe gelassen würde. Diese Briefe gingen an( die schwiegerficher son Hindenburg .

Göring , Hindenburg , Diehls, XXX dem damaligen Polizeigewaltigen, u.a. Clarahatte es übernommen, das Protokoll an Göring zu geben. XXXXXXX Er präsi-schwerdierte dieser bewaffneten Sitzung.".... Jawohl Frau Kollegin, es wird ein-geschritten werden."--Bingeschritten?-- Im Juli 1933 wurde Clara nachlanger Haussuchung verhaftet. Fünfzehn Tage nazistischer Haft hattenvollends genügt, um ihre zarte Gesundheit so zu untergraben, dass ihr nurnoch wenige Lebensjahre blieben. Ihre kleine Familie und der enge Kreisder Freunde, mit denen sie noch zusammen kommen konnte, denken mit Liebeund Bewunderung an diese Zeit zurück, in der sie noch soviel Menschlichkeitund Güte ausgestrahlt hat.

Anfang Mai 1936 erschien in einer Berliner Zeitung ein schlichtesInserat, das den Tod von Clara Bohm- Schuch meldete.War sie von der Gestapovergessen worden? Fast schien es so. Jedenfalls hatte man das Inseratnicht beachtet. Zu der Totenfeier in der Halle des Friedhofes Baumschu-