Akte 
Manuskript "Frauen ihres Jahrhunderts"
Entstehung
Keine Angabe
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brave und tüchtige Lebens kameradin, die ihre Pflicht fürdie Allgemeinheit erfüllte und dabei eine so gute Mutterder Kinder war.

Schon der ganz jungen Arbeiterin waren viele Ungerechtigkeitenaufgefallen. Warum erhielten die arbeitenden Frauen so vielweniger Lohn als die Männer? War ihre Arbeit so viel wenigerwert, auch dann, wenn sie gleichwertig war? Warum wurde dieausserhalb des Hauses arbeitende Frau um vieles besserbezahlt als z. B. die Heimarbeiterin, trotzdem diese dasNähgarn, die Maschine, Licht, Heizung und ihren engenWohnraum hergeben mußte? Warum mußte manumine noch sounzureichende Gewerbeaufsicht erst so bitter kämpfen undwarum waren die Heimarbeiterinnen ganz davon ausgeschlossen?Diese Fragen und noch viele andere beschäftigten schon dasjunge Mädchen, ohne daß sie darauf eine Antwort findenkonnte. Sie wurde ihr gegeben, als sie- zum ersten Male-in eine Versammlung geriet, in der Paul Singel( ein sehrbekannter Vorkämpfer der Sozialdemokratie) den anwesendenFrauen ihre Situation in der menschlichen Gesellschaft klugund geschickt klar machte. Es geschah zur Verzweiflung derüberwachenden Polizei, die keine Handhabe zum Einschreitenfand. Das war der Wendepunkt im Leben der jungen Frau.

Doch bevor wir dazu etwas sagen, wollen wir uns doch noch mitder Mutter Emma Döltz ein wenig beschäftigen. Auch ihreKinder halfen ihr, z.B. in der Hauswirtschaft; das war schoneine große Hilfe für die heimarbeitende Mutter.

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