Akte 
Manuskript "Frauen ihres Jahrhunderts"
Entstehung
Keine Angabe
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später erschien eines Tages im Selbstverlag derVerfasserin ein schmales Bändchen mit einer Auswahlihrer Gedichte und einigen Kostproben ihrer Märchen.In einem vergilbten Zeitungsausschnitt( ohne Datum undohne Namen der Zeitung) fand ich eine charakteristischeBesprechung des Büchleins. Dort heißt es:

.. Wie es möglich war, daß diese Verse in dieWelt hinaus flatterten? Auch das ist ein Märchen.Kombt da ein Menschenfreund, der das kranke Kind derFrau gesund machen soll. Und er lernt am Krankenbettdie tapfere Mutter kennen, die, gebeugt von der Lastdes Lebens, doch ihrer Seele Frische sich bewahrt hatte.Ihn interessiert diese Frau, ihn fesseln die Auf-zeichnungen, die sie ihm bescheiden, widerwillig fast,ausliefert. Vielleicht, so denkt der Menschenfreund,würde ihr Lebensabend ein wenig froh, wenn diese Versemehr Freunde fänden".

Aber der Lebensabend der Mutter Emma Döltz war lang-

und er war schön. Nehmt alles nur in allem. Sie konnteihren Enkeln und vielen, vielen fremden Kindern noch

Märchen erzählen, als sie nicht mehr

- bei den sommerlichen

Ferienwanderungen der Proletarierkinder

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mit ihnen tollen

und springen konnte. Emma ließ sich auch später von Hitler nicht unterkriegen. Ihr Innenleben war so reich, daß siediese Zeit überbrücken konnte. Ich zitiere aus einemBrief an mich, der die Atmosphäre des Hauses zeigt:

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" 1937 starb mein Schwiegervater, und wir wurden gewahr,wie sehr Emma jetzt frei wurde. Endlich konnte sie sichjetzt ohne Einrede- unserem schönen Garten, ihrenGedichten, der Schaffung zahlreicher Stücke für unserPuppentheater und dem Anhören von Radiospielen, besondersauch klassischer Werke, widmen. Konnte sie doch umdiese Zeit noch beinahe den ganzen" Wallenstein" aus-wendig! Es waren- so glaube ich für sie, ad für die

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